14. April 2020Keine Kommentare

Umweltfreundlich sauber machen!

Ein sauberes zuhause mit Hausmittelchen

In einem Haus zu wohnen, umgeben von natürlichen Materialien und einem besonders guten und gesunden Wohnraumklima, ist schon richtig spitze, aber lange noch nicht alles. Denn auch im Alltag und in unseren eigenen vier Wänden kann man sich selbst und der Umwelt viel Gutes tun. Daher gibt es heute – abseits vom normalen Öko-Baugeflüster – ein paar Denkanstöße wie ihr euer Zuhause auf ganz natürlichem Weg sauber halten könnt. Mit Hausmittelchen und dem Sauberkasten.

sauberkasten diy kit
Wir haben den Sauberkasten entdeckt und gleich fleißig natürliche Reinigungsmittel selbst gemacht

Der Umstieg auf natürliche Alternativen

In den letzten Jahren habe ich vermehrt versucht auf natürliche Alternativen umzusteigen was Putz- und Reinigungsmittel betrifft. Erstens braucht man nicht für jedes Teller das man besitzt ein eigenes Fläschchen Spezialreiniger und zweitens sind chemische Produkte zum Saubermachen weder gut für die Umwelt noch für uns selbst. Eine meiner Lieblingsbeschäftigung im Baumarkt ist übrigens mich vor´s Reinigungsregal zu stellen und ein bisschen in mich hineinzulachen – unglaublich was man dort so entdeckt. Vom Grabsteinreiniger zum Kaminglasreiniger – hier bleibt kein Wunsch unerfüllt. Aber Spaß beiseite, dieses Zeugs muss auch jemand kaufen, ansonsten würde es diese Dinge nicht geben. Brauchen tut man die nämlich wirklich nicht, das kann ich euch versichern.

sauberkasten diy
Es kann ganz leicht zu 100% auf chemische Putzmittel verzichtet werden

Warum auf chemische Mittelchen verzichten?

Vor allem seit unsere Vierbeiner bei uns einziehen durften, wurden alle gesundheitsschädlichen und chemischen Reinigungsmittel aus unserem Haus verbannt. Immerhin tapsen die beiden immer über den Boden und schlabbern dann wieder über ihre Pfoten. Das war dann auch das erste Wachrütteln würde ich behaupten. Seither kommen nur natürliche Reinigungsmittel zum Einsatz.

Aus mehreren Gründen:

  • Die Inhaltsstoffe in vielen Produkten sind oft sehr gesundheitsschädlich, können mitunter die Haut reizen oder sogar zu Atemwegserkrankungen führen. Falls ihr die App noch nicht kennt – mit Code Check könnt ihr Produkte im Supermarkt einfach schnell einscannen und gucken was sich so an Inhaltsstoffen darin befindet und schon bald werdet ihr vermutlich keine Lust mehr auf viele Produkte haben, so war´s zumindest bei mir.
  • Ab in den Abfluss und weg – so ist es leider nicht, denn die Chemikalien sind meist schwer abbaubar und gelangen in unser Grundwasser, da eine Kläranlage bei weitem nicht alles rausfiltern kann – das hat natürlich ökologische Auswirkungen auf die Umwelt und das Ökosystem.
  • Kinder und Haustiere sind viel am Boden unterwegs und nehmen gerne Finger und Pfoten in Mund und Maul, chemische Reinigungsmittel mit denen wir also Boden und Oberflächen reinigen sollten daher auf alle Fälle umweltverträglich sein.

Reinigungsmittel selbst herstellen und Müll vermeiden

essigessenz
Du kannst dir ganz einfach mit ein paar Hausmittelchen alle nötigen Reinigungsmittel selbst herstellen

Der Umstieg auf natürliche Alternativen ist demnach ein wichtiger erster Schritt. Wer noch weiter spazieren will, kann sich alle nötigen Reinigungsmittel auch selbst herstellen. Dazu benötigt man einfach einige Hausmittlchen im Putzschrank. Denn auch mit natürlichen Alternativen entsteht oft viel unnötiger Müll. Ich hab mich schon ab und an im Waschmittel selber machen versucht, das hat auch super funktioniert, aber ich hab´s dann irgendwie wieder aus den Augen verloren. Bis jetzt!

Vor einiger Zeit bin ich dann auf den Sauberkasten gestoßen. Der macht das Ganze um ein vielfaches leichter muss ich gestehen. Im Sauberkasten befinden sich nämlich alle natürlichen Mittelchen die man braucht, um sich gegen den Schmutz im und rund ums Haus zu wappnen. Genau das richtige für uns würde ich sagen.

sauberkasten box
Im Sauberkasten ist alles drin was man für ein sauberes zuhause benötigt


Es braucht nicht viel, für viel Sauberkeit

Im Sauberkasten befinden sich sechs Zutaten, mit denen sich der gesamte Bedarf an Sauberkeit abdecken lässt: Natron, Soda, Zitronensäure, Essigessenz, Kernseife und ätherische Öle (Lavendel und Melisse). Die Sachen kommen schön verpackt in einem Holzsteckkasten mit allen nötigen Utensilien zuhause an und können ganz einfach und schnell vermischt werden.

ökologisch reinigen
Mit Natron, Soda, Zitronensäure, Essigessenz, Kernseife und ätherischen Ölen ist die Grundlage für alle nötigen Reinigungsmittel abgedeckt
kernseife gehobelt
Die Flocken aus Kernseife und auch die anderen Hausmittel sind in Papiersäckchen verpackt
sauberkasten spülmittel
Die Gefäße aus Edelstahl helfen bei der Dosierung und sind im Sauberkasten mit dabei

Leere Gefäße sammeln und neu etikettieren

Ich habe mich vorab ans Sammeln von Glasgefäßen mit Schraubverschluss gemacht. Diese hat man meist ohnehin in allen Größen zuhause, denn nachdem der Inhalt verspeist wurde, wandern die meistens in den Müll. Das einzig Nervige sind die Etiketten, die großteils nicht wirklich abgehen wollen. Auch hier könnte man sich den passenden Reiniger, einen Etikettenreiniger besorgen – jap, sogar diesen gibt es, der ist by the way so aggressiv, dass er sogar Kunststoff auflöst, wendet man ihn nicht auf Glas an – oder man greift auch hier auf Hausmittelchen zurück. Ich habe dazu einfach das Papier in warmen Wasser eingeweicht, die erste Schicht gelöst und für die Klebereste ein wenig Öl in eine Schüssel gefüllt und mit einem Lappen die Klebereste gut eingeölt. Mit dem Lappen muss dann noch etwas geschrubbt werden und die Klebereste lassen sich rückstandslos entfernen. Ganz ohne Hautreizungen, im Gegenteil bekommt man sogar ein wenig Pflege für die Hände.

etiketten entfernen mit öl
Kleberückstände von Etiketten können einfach mit etwas Öl rückstandslos entfernt werden

Und da sind sie - schöne leere Gläser in allen nötigen Größen.

diy reinigungsmittel
Einfach leere Flaschen und Behälter sammeln und für die fertig gemischten Reinigungsmittel verwenden. Die nötigen Etiketten sind im Sauberkasten mit dabei.

Jetzt wird gemischt:

Fensterputzmittel

putzmittel sauberkasten
Für´s Abmessen benötigt man nicht einmal einen Messbecher, denn Messkännchen, Trichter und Messlöffel sind im Saubkasten enthalten und die Rezepte auf diese ausgelegt.
abfüllen sauberkasten
ätherisches öl melisse
Melissenöl hinterlässt einen besonders guten Duft im Raum

Wohl das Wichtigste bei so viel Glas und dem Frühlingsbeginn: das Fensterputzmittel. Dazu haben wir einfach eine große Glasflasche bereitgestellt, der benötigte Sprühaufsatz sowie ein Etikett sind im Sauberkasten mit dabei und das Rezept für glasklare Fenster auch. Es wird einem auch wirklich besonders leicht gemacht, denn man benötigt nicht einmal einen Messbecher, denn Messkännchen, Messlöffel und Trichter sind ebenfalls mit eingepackt.

Gleich getestet: Der Hannes hat sich auch gleich darin versucht und uns einen klaren Blick aus dem Schlafzimmer beschert. Der Fensterreiniger funktioniert einwandfrei und hinterlässt einen nachhaltigen Duft nach Melisse im Raum. Und alles was drin ist? Wasser, Essigessenz und Ätherisches Öl. Ist doch spitze wenn man weiß, was sich in den Sachen befindet, die man oft tagtäglich benutzt.

ökozuhause fenster putzen
Der Putztest …
fensterputzen sauberkasten
… mit sehr zufriedenstellend bestanden 😉
fensterreiniger ergebnis
Schöne saubere Fensterflächen. Das ist übrigens auch ein gutes Workout bei uns, denn davon gibt es echt viele.

Scheuerpaste, Spülmaschinenpulver und Spülmittel

Einige Reinigungsmittel kann man super auf Vorrat herstellen, andere hingegen eignen sich dazu, erst abzumischen, wenn man diese benötigt. Wie etwa einen Lappen- oder Abflussreiniger.

Kleiner Tipp: die meisten Lappen für die Küche werden aus Zellulose hergestellt, also aus Papier, ein Blick auf die Rückseite zahlt sich aus, denn in jedem Laden gibt es die Zellulose Variante. Diese müssen auch nicht sofort in den Mülleimer wenn sie etwas riechen, sondern können einfach bei 60 Grad gewaschen und wiederverwendet werden. Der selbstgemachte Lappenreiniger ersetzt sogar den Spülvorgang in der Waschmaschine.

Wir haben gleich noch Scheuerpaste, Spülmaschinenpulver und Spülmittel abgemischt und in Glas verpackt. Das sind so die Dinge die wir am Häufigsten benötigen neben dem Waschmittel (hier heißt es noch Reste aufbrauchen). Vor allem bei Spülmaschinentabs entsteht oft super viel Müll, den man leicht vermeiden kann.

reinigen ohne chemikalien
Es macht auch richtig Spaß sich mit ganz alltäglichen Dingen näher zu beschäftigen und auch so kann gemeinsam Zeit verbracht werden.
glasgefäße

Alles sauber mit dem Sauberkasten

Der Sauberkasten hat schon einen schönen Platz in unserem Hauswirtschaftsraum bekommen und steht griffbereit für den nächsten Einsatz. Auf alle Fälle macht es Spaß, sich die nötigen Mittelchen selbst herstellen zu können, man weiß was drin ist, es geht super schnell, macht außerdem Spaß und schafft Bewusstsein. Denn immerhin beschäftigt man sich mit den Inhaltsstoffen und man sieht, dass es für den gewünschten Effekt echt wenig und allen voran ausschließlich natürliche Mittelchen benötigt.

diy reinigungsmittel sauberkasten

Linkliste und ein paar Worte zum Schluss

Da wir uns aktuell in einer ziemlich außergewöhnlichen Situation befinden und alles irgendwie anders ist, ist es umso wichtiger kleine Unternehmen, die sich für die Umwelt und das Klima einsetzen zu unterstützen. Daher denkt nochmal ein bisschen besser nach als bisher, wo ihr was am besten kaufen könnt.

Hier geht´s entlang zum Sauberkasten
Wir haben diese Variante des Sauberkastens: Sauberkasten Premium

Ihr könnt uns auch gern auf Instagram besuchen, dort gibt´s alles rund um unser Haus in Echtzeit: auf zu unserem Account

spülmittel selbst gemacht
Flaschen die oft in den Müll wandern können richtig gut aussehen, wenn man sie in die Küche stellt und für Spülmittel verwendet.
sauberkasten pumpspender
Der Pumpspender ist im Sauberkasten mit dabei und kann einfach auf die Größe zurechtgeschnitten werden.

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2. September 20194 Comments

Wohin mit dem Biomüll?

Wohin mit dem Biomüll?

Ab in die Wurmkiste und frischen Humus und Dünger produzieren.

Schon lange ausstehend, der Bericht über unsere Wurmkiste. Jetzt ist es soweit und ihr bekommt einen ausführlichen Stand der Dinge aus dem Erdreich der Würmer.

Wir hatten anfangs ein paar
Startschwierigkeiten, dann kam der Umzug und ihr wisst ja wie das
ist, der Tag hat nur 24 Stunden und schlafen sollte man auch
gelegentlich. Dafür sind wir jetzt richtige Wurmexperten und haben
viele glückliche Würmer in unserer Kiste, die sich ziemlich schnell
vermehren. Aber Step by Step und alles auf Anfang.

Selbstbauset für den Wurmkomposter

Was ist überhaupt eine Wurmkiste und wie funktioniert sie?

Bei der Wurmkiste handelt es sich ganz
einfach um einen Mini-Komposter, aber nicht für den Garten, sondern
für den Innenraum. Dabei gibt es verschiedene Ausführungen wie etwa
einen Hocker, der zusätzlich als praktisches Möbelstück genutzt
werden kann oder man macht Räder dran, dann kann diese auch einfach
herum gerollt werden. Es gibt die Kiste fertig oder als Selbstbauset,
die bei uns einziehen durfte.

Das Selbstbauset, vorgefertigt und trotzdem selbst gebaut!

Ich berichte euch einfach mal über das Selbstbauset, das unser persönlicher Favorit ist, weil wir einfach gerne Dinge zusammen bauen und man irgendwie selbst am Bauprozess der kleinen Wurmfarm beteiligt ist. Das gesamte Material ist dabei schon richtig zugeschnitten und soweit vorbereitet, dass es nur noch Schritt für Schritt zusammengesetzt werden muss. Alles was dazu benötigt wird ist eine Bohrmaschine oder ein Schraubenzieher und Leinöl zur Pflege des Holzes, weil das Holz an sich unbehandelt ist. Wir haben uns für die Kiste ohne Sitzpolster entschieden, diese Option ist aber variabel auswählbar. Als kleinen Hack haben wir dann noch Rollen angebracht, damit die Kiste schnell mal weggerollt werden kann. Der Aufbau ging sehr einfach und die Kiste war schnell zusammengebaut. Weiter ging es mit dem Befüllen. Im Paket mitgeliefert wird eine Startpopulation an Würmern, die gut verpackt und artgerecht mit viel Humus und einem atmungsaktiven Sack transportiert werden, bis sie dann in das neue Zuhause kommen. Also wichtig: schnell ab in die Kiste und nicht zu lange rumstehen lassen, nur als Tipp falls ihr vorhabt so eine Kiste bereits jetzt als Weihnachtsgeschenk zu kaufen ;).

Kleiner Hack: Rollenmontage für mehr Wurmmobilität

Ein wenig tüfteln gehört dazu...

Für die Größe unserer Wurmkiste bekamen wir ca. 500 Kompostwürmer – Jap, so schnell geht’s und man hat auf einmal eine Menge Haustiere. 2 Hunde und 500 Würmer, was will man mehr.

Das Innenleben der Wurmkiste

Eines unserer neuen Haustierchen

Beim ersten Befüllen der Kiste wird
erstmals durchnässter Karton ganz unten am Boden ausgelegt, dann
werden Würmer und Humus eingefüllt und da drauf kommt die
mitgelieferte Hanfmatte, die kann jederzeit nachbestellt werden. Ich
habe beispielsweise sogar einmal ein paar Muster von Dämmmaterial
verfüttert das ich rumliegen hatte. Die Matte dient in erster Linie
dazu Mücken abzuhalten, aktuell haben wir sowas überhaupt nicht
drin weil die Kiste super funktioniert.

Die Hanfmatte wird mit der Zeit von den Würmchen verspeist. Solang diese noch da ist wird die Matte einfach angehoben, um die Bioabfälle direkt bei den Würmern abzulegen.

Was darf gefüttert werden?

Ein bisschen Vorsicht ist bei manchen Dingen geboten. Als vegan lebender Mensch kann man jedoch so ziemlich alles verfüttern. Aber auch kurz dazu: die Würmer mögen keine Citrusfrüchte, Knochen, Fleisch, Milch- und Käseprodukte und gewürzte, gekochte Speisen eignen sich auch nicht unbedingt.

Dafür schmeckt ihnen jede Art von Gemüse, Teebeutel, Kaffeesatz, Bananenschalen, befeuchtetes Zeitungspapier und so weiter (diese müsst ihr aber besprühen, im trockenen Zustand wird das nicht so gern genascht).

Hier auch noch eine Übersicht an Dingen die gefüttert oder eben nicht gefüttert werden dürfen.

Ein kleiner Tipp von mir: mit
Bedacht füttern

Zu viel Futter ist auch nicht gut, wir
haben anfangs immer recht übermotiviert zu viel gefüttert, das hat
zu einer kleinen Mückeninvasion geführt. Jetzt haben wir das aber
im Griff und es ist super spannend jeden Tag einen Blick in die Kiste
zu werfen und zuzusehen was sich dort tut und wie die Bioabfälle
langsam zu Erde werden.

Die Wurmkiste ist sicher auch ein Tipp
wenn ihr Kinder habt, man kann einfach so schön beobachten wie Humus
entsteht, wie der Bioabfall verarbeitet wird und daraus gleichzeitig
Dünger entsteht. Seht ihr, da spricht das Kind in mir.

Dünger von bester Qualität

Womit ich auch schon beim nächsten
Punkt in der Liste bin – der Wurmsaft, der entsteht. Ihr seht am
Foto unten eine kleine Lade, dort befindet sich eine Schale die den
Wurmsaft auffängt. Dabei handelt es sich um nährstoffreichen, hoch
konzentrierten Dünger. In verdünnter Form könnt ihr damit euren
Pflanzen etwas Gutes tun. Ich als kleines Pflanzenmädchen heiße das
natürlich sehr willkommen. Ich habe des Öfteren schon Wurmsaft
hergeschenkt, weil doch sehr viel produziert wird und ich habe bisher
nur begeisterte Rückmeldung bekommen. Immerhin weiß man bei diesem
Dünger echt wo er her kommt und was drin ist, somit kann dieser auch
ohne Bedenken für Obst- und Gemüsepflanzen eingesetzt werden, die
im Nachhinein auf dem Teller landen.

Aus der Lade unten wird Wurmsaft gewonnen

Die Frage aller Fragen: Stinkt das?

Die wichtigste aller Fragen: Stinkt die
Wurmkiste? Nein überhaupt nicht. Man kann sie ohne Bedenken im
Innenraum verwenden, oder auf der Terrasse. Wenn man den richtigen
Dreh raus hat bilden sich keine Mücken und ein Geruchsproblem hatten
wir noch nie. Die Würmer bleiben auch brav in der Kiste und wollen
nicht ausbrechen.

Erntezeit

Ähnlich wie beim Wurmsaft kann auch
der frische Kompost geerntet werden. Auch hier handelt es sich um
besten Dünger, aber dieser sollte ähnlich wie der Wurmsaft mit
Wasser, mit anderer Erde vermengt werden, da sonst die Nährstoffe zu
intensiv sein und den Pflanzen schaden könnten. In der Kiste
befindet sich eine weitere kleinere Kiste, diese kann einfach
hochgehoben werden, damit der Humus leicht geerntet werden kann.

Was gibt es noch zu wissen?

Eine Frage die mich vielleicht noch
beschäftigt hat ist, ob es ok ist Würmer in einer Kiste zu halten?
Meiner Meinung nach schon, das unbehandelte Holz der Kiste ist
atmungsaktiv und die Würmer fühlen sich auch sichtlich wohl und
vermehren sich. Ich würde sagen wenn man sich um die Kleinen kümmert
ist das ok, da sie ansonsten ohnehin im Erdreich wohnen. Aja zu viel
Sonnenlicht mögen sie nicht, also: Deckel zu!

Fazit

So, ich denke ich habe alles was mir
wichtig erscheint angesprochen. Wenn ihr Fragen habt schreibt mir
doch gerne in die Kommentare.

Wir sind auf jeden Fall super zufrieden
mit unserer Wurmkiste, ein großer Teil unseres Biomülls wandert
dort hin und wird sinnvoll weiterverarbeitet. Für alle die etwas
mehr Bedarf haben, gibt es auch die Familienkiste, dort kann nochmal
mehr kompostiert werden.

Ich und meine, mittlerweile
wahrscheinlich 800 Würmer wünschen euch eine schöne Woche ;).

Bei der Raubtierfüterung

Befeuchtung der Wurmkiste mit Sprühflasche

Papier oder Karton muss immer gut befeuchtet werden

Unsere Empfehlung: Das Montageset zum Selber bauen

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Wurmkiste.

12. Oktober 2018Keine Kommentare

Autarkie aber wie?

Autarkes Wohnen.

Schritt für Schritt zum autarken Leben. So funktioniert´s:

Bei unserem Hausbau versuchen wir soweit wie möglich einen Fokus auf Nachhaltigkeit und ressourcenschonende Bebauung zu legen. Das Thema Autarkie ist bei der Planung natürlich nicht an uns vorbei gegangen.

Ein großer Teil an autarken Möglichkeiten stehen aber noch auf unserer Wunschliste. Diese heben wir uns für die kommenden Jahre auf, da leider das Budget so manche Vorstellungen nicht zu lässt. Immerhin haben wir uns schon mal informiert:

Warum autark leben?

Nehmen wir das Wohnen an sich mal näher unter die Lupe: Schnell fällt die persönliche Abhängigkeit von so einigen Dingen auf, die oft als selbstverständlich wahrgenommen werden. Dass der Strom, der aus der Steckdose kommt, oder das frische Trinkwasser aus dem Wasserhahn wo produziert oder geklärt werden muss wird eher selten hinterfragt. Das Thema des unabhängigen Wohnens wird für viele immer präsenter. Autarkie hat schon lange nichts mehr mit einem tristen Einsiedlerleben in Isolation zu tun, sondern vielmehr mit dem bewussten Umgang von Ressourcen und dem Wunsch nach Eigenständigkeit.

Gemeinschaftlich und unabhängig leben!
Die erste autarke Siedlung im Burgenland:

Vor ein paar Wochen durften wir die lieben Leute von Wohnwagon kennen lernen. Diese sind aktuell mit der Planung der ersten völlig autarken Siedlung beschäftigt. Falls du das Sommerfest im September verpasst hast, gibt es hier mehr Infos zur Realisierung der ersten autarken Siedlung. In der aktuellen Wohnwagon-Zentrale in Wien sammeln sich so einige zukunftsträchtige Ideen und Innovationen rund um das Thema Autarkie.

Die Idee vom autarken Wohnen.
Schritt für Schritt in eine unabhängige Richtung:

Ja nach den persönlichen Bedürfnissen kannst du hier und da die ein oder andere autarke Idee in den Wohnraum einfließen lassen. Angefangen bei der Stromversorgung, der Wärme- oder Wasserversorgung (ob Trinkwasseraufbereitung oder Regenwasserspeicher) bis hin zum Genussgarten kannst du dich bestens austoben. Wäre da nur der unendliche Geldfluss. So ist auch bei uns die Idee von absoluter Unabhängigkeit nur Schritt für Schritt realisierbar.

Erste Schritte zur Autarkie

Ein Kachelofen für kalte Wintertage:

Einige Dinge die bei uns aktuell bereits geplant und bald realisiert werden sind zum Beispiel das Heizsystem und die Regenwasseraufbereitung in und rund um unser Haus. Im Winter sorgen wir mit einem zentral platzierten Grundofen für Wärme. Heizen werden wir täglich mit zwei Jahre ausgetrocknetem Holz. Unserer Meinung wenig aufwändig, ja sogar ein recht herzerwärmender Gedanke :). Wir haben uns ganz bewusst gegen ein wasserführendes Modell entschieden, womit auch Warmwasser erzeugt werden könnte, da wir voraussichtlich aufgrund unseres Südhanges und der guten Wärmedämmung durch Stroh recht wenig Heiztage im Jahr erwarten. Für die ersten Jahre werden wir dazu das Wasser mit Strom erwärmen, in naher Zukunft würden wir gerne eine Photovoltaik Anlage realisieren, um unseren eigenen Strom zu erzeugen.

Regenwasseraufbereitung zur Pflanzenversorgung:
Da wir immer begeistert am Garteln sind war schnell klar, dass etwas für das Regenwasser brauchen. Dazu werden wir vorerst auf klassische Regentonnen zurückgreifen, dafür konnten wir schon ein paar alte Holzfässer ergattern. Daraus kann dann Wasser für Gemüse, Früchte und Grünpflanzen bezogen werden. Übrigens sind auch Zimmerpflanzen begeisterte Regenwasserkonsumenten, da es im Vergleich zu oft kalkhaltigem Trinkwasser basisch ist.

Das wars auch schon mit unseren autarken Ansätzen, für die Zukunft gibt es also noch so einiges zu realisieren.

Autarkie im Selbstbauset.

Klein aber fein:
Der sehnsüchtige Gedanke nach einem autarken Leben hängt wie gesagt leider oft mit viel Geld zusammen. Das es auch anders geht zeigt das Team von Wohnwagon, die bekannt sind für ihre völlig autarken Wohnwagon-Konzepte. Diesmal überzeugen sie uns mit einer neuen Idee: Dem Tiny Autarkieset für Tiny Houses, Kleinhäuser und Zirkuswägen.

Was hat es damit auf sich?
Das Tiny Autarkie Set ist für 9.896, 84 Euro erhältlich und bietet einen kostengünstigen und gut durchdachten Einstieg in ein autonomes Leben. Dabei handelt es sich um ein Selbstbauset für kleine Wohnraumkonzepte. Du bekommst einen Baukasten für deine unabhängige und ganzjährige Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser.

So funktioniert die Versorgung:

Auf zum eigenen Strom
  • Der eigene Strom wird mittels einer kleinen aber feinen Photovoltaik-Anlage über die Sonneneinstrahlung bezogen. Diese ist so ausgelegt, dass du sie zukünftig simpel erweitern kannst.

Für die Stromerzeugung wird eine PV-Komplettanlage mit 1080 Wp und 24 Volt verwendet, so kannst du die Solarenergie günstig nutzen, ohne einen öffentlichen Stromanschluss zu benötigen.

So erzeugst du dein warmes Wasser
  • Für dein Warmwasser wird im Sommer mit einem Solarboiler gesorgt, im Winter mit einem Rauchgasboiler. Mit einfacher Installation kannst du mit Sonne und Holz warmes Wasser erzeugen.

Für das Warmwasser in den Sommermonaten wird ein Solarboiler mit 100l verwendet. Ja richtig gehört, der Solarboiler ist Solaranlage und Boiler in einem. Das bedeutet: Der unabhängigen Warmwassererzeugung mit Sonnenleistung steht nichts mehr im Wege. So funktioniert der Boiler im Detail:

  • Das Wasser wird direkt im druckfesten Boiler erhitzt. Dadurch fällt das teure Equipment einer Solaranlage mit Kollektoren einfach vollständig weg. Ein weiterer Speicher ist nicht zwingend notwendig, weil das Wasser dort gespeichert wird, wo es erhitzt wird. Ein Überdruckventil schützt den Boiler und sorgt für den richtigen Druck.
  • Das Wasser wird mit dem Leitungsdruck (ähnlich wie bei E-Boilern) transportiert. Um diesen Druck zu erhalten brauchst du meist eine Druckwasserpumpe im Frischwassersystem.
  • In der kalten Jahreszeit solltest du den Boiler entleeren, um ihn vor Frost zu schützen. Je nach Wetterlage und Wohnort, kannst du mit dem Boiler 6-8 Monate Warmwasser erzeugen. Der Boiler ist isoliert und verliert dadurch in der Nacht nur wenig Wärme.
    Der Aufbau des Boilers ist einfach gehalten – keine elektronischen Komponenten. Dadurch ist er sehr wartungsarm und ideal für den Außenbereich.
Für den Winter ist natürlich auch gesorgt

Für den Winterbetrieb ist ein Rauchgasboiler im Set enthalten. Mit diesem Boiler werden die Rauchgase von deinem Holz- oder Pelletofen zur Warmwassererzeugung genutzt.

Der Anschluss dazu ist ident mit der eines herkömmlichen Heizungs-, Strom- oder Solarboilers. Die Zirkulation des Wassers übernimmt der Wasserdruck. Wenn dieser Druck nicht gegeben ist, benötigst du zusätzlich eine Druckwasserpumpe. Zum Anschließen des Boilers brauchst du lediglich eine Wasserleitung, die in den Boiler führt, und am Warmwasserausgang kannst du das erwärmte Wasser für die Dusche, Waschbecken usw. entnehmen. Der Boiler ist natürlich auch nach den Trinkwasser-Richtlinien gefertigt, damit du das Wasser auch problemlos trinken kannst. Ebenso ist die Installation an Kamin oder Wassernetz relativ einfach.

  • Unserer Meinung am spannendsten ist die Trinkwasseraufbereitung! Mittels Regenwasserfilter wird trinkbares Wasser aufbereitet und in einem Edelstahltank für den Konsum gespeichert. Wirklich Top! Mit einem Regenwasserfilter steht der Frischwasseraufbereitung nichts mehr im Wege. Das Tolle daran: Der Filter reinigt das Wasser ohne dem Zusatz von Chemikalien und ohne Strom.
  • Das anfallende Abwasser wird durch natürliche Prinzipien mit einer Pflanzenkläranlage als Selbstbauset oder mit einem Moosfilter gereinigt.
Trinkwasseraufbereitung vom Feinsten

Zum Klären wird eine Pflanzenkläranlage für Grauwasser für zwei Personen verwendet. Diese Grünkläranlage ist speziell für die Grauwasserreinigung konzipiert. Sie besteht aus einem zweiteiligem Pflanzenbeet, in welche die spezielle Vorreinigung integriert ist. Diese funktioniert durch komplexes Zusammenwirken von Mikroorganismen, Bodenteilen und Pflanzenwurzeln. Das gereinigte Grauwasser fließt in den anschließenden Kontrollschacht. Von diesem kann es in ein Gewässer, die Kanalisation, einem Speicherteich geleitet oder versickert werden. Die Qualität des gereinigten Grauwassers ist weit besser, als das aus üblichen biologischen Kläranlagen.

Das mit Folie abgedichtete Pflanzenbeet ist vollständig mit Schilf bepflanzt und nicht als Kläranlage zu erkennen. Das Grauwasser wird oberflächig auf das Pflanzenbeet aufgebracht und versickert.

Für den plastikfreien Geschmack beim Zähneputzen sorgt der Edelstahl Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 300 Liter. Besonders hervorzuheben sind die flexiblen Anschlüsse, die Wartungsöffnung, sowie die Möglichkeit den Behälter unter Druck (2Bar) zu setzen. Installieren solltest du diesen in horizontaler Lage.

Holzofen mit Kochfunktion und Bio-Toilette

Im Set nicht enthalten sind ein Holzofen mit Kochfunktion sowie eine Bio-Toilette. Beides solltest du am besten individuell für dein Projekt planen und realisieren. Dazu gibt es hier aber zwei spannende und weiterführende Artikel.

Wenn du mehr Details rund um das Thema Autarkie wissen willst, oder du dir noch nähere Informationen zum Tiny Autarkieset einholen willst, bist du beim Wohnwagon Team bestens aufgehoben. Wir haben uns sehr gut beraten gefühlt und vor allem ist das Thema Autarkie für uns etwas greifbarer geworden.

Viel Spaß bei der Ideensammlung zum Thema Autarkie, wie immer freuen wir uns wenn du deine Gedanken mit uns teilt!

Links: www.wohnwagon.at

 

Wohnwagon Website


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27. Mai 20182 Comments

Getupfte Pflanzen für den Wohnraum

Pflanzen sind für mich ein absolutes Muss im Wohnraum, vor allem die Forellenbegonie.

Da ich eine unverbesserliche Pflanzenliebhaberin bin, habe ich bereits begonnen meine einige Pflanzen zu vermehren. Da es bald heißt: mehr Platz. Yes! Dazu stelle ich dir die Top 3 meiner liebsten Pflanzen vor: die Forellenbegonie, die Leuchterblume und die Monstera Deliciosa.

Meine 3 Lieblingspflanzen

Da gerade die perfekte Zeit zum Umtopfen ist und der Frühling geradezu nach neuen Pflanzenideen schreit zeige ich dir meine drei Lieblinge in der Pflanzenwelt:

#1 Die Forellenbegonie

Mein absoluter Favorit ist die Forellenbegonie, lange habe ich nach ihr gesucht und zu guter Letzt bin fündig geworden. Diese Begonienart ist eher selten und stammt aus Brasilien. Vergangenes Jahr habe ich einen kleinen Ableger bekommen. Mittlerweile sind daraus zwei recht anschauliche Pflänzchen geworden. Die Begonie ist pflegeleicht, mag einen hellen Standort ohne direktes Sonnenlicht und muss mäßig gegossen werden. Die kleinen rosa Blüten sorgen für eine schöne Farbigkeit im Wohnraum. Diese können grundsätzlich das ganze Jahr über blühen, ich hatte leider noch nicht die Freude. Ich hoffe aber in diesem Sommer auf eine volle Blütenpracht. Setzlinge sind ebenso leicht zu ziehen, ich schneide dazu einfach einen kleinen Zweig ab und stecke diesen ein paar Tage in eine Vase. Sobald die ersten Wurzeln erkennbar sind kann die Forellenbegonie auch schon eingepflanzt werden.

#2 Die Leuchterblume

Nummer zwei in meiner Liste ist die Leuchterblume, die der Familie der Seidenpflanzengewächse entstammt. Diese Hängepflanze bekommt lange nach unten hängende Triebe und die Blätter sind leicht marmoriert. Sie gehört zu den Sukkulenten, was heißt, dass sie Wasser in den Blättern speichern kann. Wenn also mal keine Zeit zum Gießen ist, oder du in Urlaub fährst musst du dir um deine Leuchterblume keine Sorgen machen. Ansonsten ist die Leuchterblume recht pflegeleicht, mag einen hellen sonnigen Platz, wächst aber auch an schattigen Standorten. Am besten beim Umpflanzen ist es, eine dünne Schicht Kies und dann die Erde mit etwas Sand vermischt in einen Topf zu geben. Ich mag es am liebsten die Leuchterblume mit einer schönen Blumenampel von der Decke hängen zu lassen. Die Pflanze bildet mit der Zeit kleine weiße Knollen, diese können abgepflückt und als Stecklinge genutzt werden. Dazu nehme ich einfach einen Trieb mit einer Knolle ab und lasse diesen ein paar Tage in einem Wasserglas wurzeln – und dann ab in die frische Erde.

#3 Monstera Deliciosa

Zu guter Letzt, ein Klassiker – die Monstera Deliciosa. Mit ihren großen, grünen Blättern ist sie eine Augenweide im Wohnraum. Die Monstera zählt zu den Rankpflanzen, sobald sie größer wird ist es empfehlenswert einen Rankstab mit aufgerauter Oberfläche in die Erde zu stecken, damit diese daran hochwachsen kann. Wichtig ist, die Pflanze regelmäßig zu gießen, da sie recht viel Wasser benötig. Ab und zu befreie ich die Blätter vom Staub und bei geringer Luftfeuchtigkeit  können diese auch besprüht werden und schon hast du eine glückliche Grünpflanze. Als Standort sollte ein heller und warmer Platz in der Wohnung gewählt werden. Vor kurzem habe ich erstmals versucht einen Steckling zu ziehen, anfangs sah es danach aus als würde sich im Wachstum rein gar nichts tun, aber nach ein paar Monaten (ja wirklich) ist dann ein neuer Trieb gekommen und richtig schnell los gewachsen, aber sieh am besten selbst.

Stecklinge zu vergeben

Ich habe übrigens ein paar Stecklinge von der Forellenbegonie und der Leuchterpflanze, falls du Interesse hast schreib mir eine Nachricht.


 

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27. Mai 20182 Comments

Das Kräuterbeet in der Badewanne

Kräuterbeet in der alten Zinkbadewanne. Das klingt doch super!

Neulich haben wir eine alte Zinkbadewanne gefunden. Uns ist natürlich gleich ein super Gedanke gekommen und diesen muss ich, ungeduldig wie ich bin, natürlich gleich mit dir teilen.

Eine alte Zinkbadewanne als Blumen- und Kräuterbeet

Beim Aufräumen im Gartenschuppen, bzw. beim Auswintern einiger Sachen ist uns eine Zinkbadewanne untergekommen – Ja, ja anscheinend kann man solche Dinge übersehen. Aber gut, wir haben sie zum Glück noch vor dem Auszug gefunden. Zuerst stand mal reinigen an, da sich schon verwunderlich viel Dreck auf der Wanne gesammelt hat. Vielleicht haben wir sie deswegen nicht bemerkt :). Dann ging´s auch schon los. Für alle die ebenfalls gerne alte Zink Behältnisse bepflanzen wollen, hier die Anleitung:

Das brauchst du dazu:

  • 1 Badewanne (oder ein anderes Zink Behältnis)
  • Bohrmaschine
  • Flies
  • Kies
  • Erde (je nachdem was du einsetzen möchtest)

Schritt 1:
Die Grundlage, damit die Wanne als funktionstüchtiges Beet bepflanzt werden kann, ist der Wasserabfluss. Wenn dieser nicht gegeben ist, werden dir deine Pflänzchen schnell ertrinken. Dazu einfach die Wanne umdrehen, mit einem Lineal genügend Markierungen anzeichnen und mit der Bohrmaschine und einem nicht zu kleinen Aufsatz Löcher hinein bohren.

Schritt 2:
Den Boden der Wanne mit einer dünnen Fliesschicht überdecken, damit die kleinen Kiessteine nicht in den gebohrten Löchern stecken bleiben und den Abfluss verstopfen. Auf dieses Flies kommt dann eine Schicht Kieselsteine, dann wieder eine Fliesschicht darüber legen und dann die Erde drauf schütten. Die Kiesschicht hat den Nutzen, dass wenn es regnet oder die Erde zu nass ist, die Nässe weiter nach unten wandert und absickern kann. Würde man bis unten hin Erde hinein füllen, könnte es den Pflanzen zu nass werden. Die beiden Fliesschichten sind jeweils dazu da, um zum einen den Abfluss nicht zu verstopfen und zum anderen, damit sich Erde und Kies nicht vermengen. Je nachdem was ihr in eure Badewanne pflanzen wollt solltet ihr die richtige Erde wählen. Wir haben dazu unseren Kompost vom letzten Jahr geplündert und eine humusreiche Erde für unser Kräuterbeet gewonnen.

Schritt 3:
Kräuter, Gemüse und Salat pflanzen, gießen und genießen.

Das Resultat nach ein paar Wochen

Wie immer gibt es auch den Bericht, wie das Projekt nach einiger Zeit aussieht: Im Vergleich zu unserem Beet am eingezäunten Boden, wo wir ebenfalls Salat und Kräuter gepflanzt haben, wachsen die Pflänzchen richtig schnell in der Wanne. Die Erde hat aufgrund der Drainage meist die richtige Feuchtigkeit und speichert diese auch recht lange. Wenn es mal richtig viel regnet, läuft alles super ab und macht den Pflänzchen nichts aus. Mein Fazit: Super easy umgesetzt, ein toller natürlicher Schneckeschutz (die kommen da nicht rauf) und schnell wachsende Pflanzen.


 

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