2. September 20192 Comments

Wohin mit dem Biomüll?

Wohin mit dem Biomüll?

Ab in die Wurmkiste und frischen Humus und Dünger produzieren.

Schon lange ausstehend, der Bericht über unsere Wurmkiste. Jetzt ist es soweit und ihr bekommt einen ausführlichen Stand der Dinge aus dem Erdreich der Würmer.

Wir hatten anfangs ein paar Startschwierigkeiten, dann kam der Umzug und ihr wisst ja wie das ist, der Tag hat nur 24 Stunden und schlafen sollte man auch gelegentlich. Dafür sind wir jetzt richtige Wurmexperten und haben viele glückliche Würmer in unserer Kiste, die sich ziemlich schnell vermehren. Aber Step by Step und alles auf Anfang.

Selbstbauset für den Wurmkomposter

Was ist überhaupt eine Wurmkiste und wie funktioniert sie?

Bei der Wurmkiste handelt es sich ganz einfach um einen Mini-Komposter, aber nicht für den Garten, sondern für den Innenraum. Dabei gibt es verschiedene Ausführungen wie etwa einen Hocker, der zusätzlich als praktisches Möbelstück genutzt werden kann oder man macht Räder dran, dann kann diese auch einfach herum gerollt werden. Es gibt die Kiste fertig oder als Selbstbauset, die bei uns einziehen durfte.

Das Selbstbauset, vorgefertigt und trotzdem selbst gebaut!

Ich berichte euch einfach mal über das Selbstbauset, das unser persönlicher Favorit ist, weil wir einfach gerne Dinge zusammen bauen und man irgendwie selbst am Bauprozess der kleinen Wurmfarm beteiligt ist. Das gesamte Material ist dabei schon richtig zugeschnitten und soweit vorbereitet, dass es nur noch Schritt für Schritt zusammengesetzt werden muss. Alles was dazu benötigt wird ist eine Bohrmaschine oder ein Schraubenzieher und Leinöl zur Pflege des Holzes, weil das Holz an sich unbehandelt ist. Wir haben uns für die Kiste ohne Sitzpolster entschieden, diese Option ist aber variabel auswählbar. Als kleinen Hack haben wir dann noch Rollen angebracht, damit die Kiste schnell mal weggerollt werden kann. Der Aufbau ging sehr einfach und die Kiste war schnell zusammengebaut. Weiter ging es mit dem Befüllen. Im Paket mitgeliefert wird eine Startpopulation an Würmern, die gut verpackt und artgerecht mit viel Humus und einem atmungsaktiven Sack transportiert werden, bis sie dann in das neue Zuhause kommen. Also wichtig: schnell ab in die Kiste und nicht zu lange rumstehen lassen, nur als Tipp falls ihr vorhabt so eine Kiste bereits jetzt als Weihnachtsgeschenk zu kaufen ;).

Kleiner Hack: Rollenmontage für mehr Wurmmobilität
Ein wenig tüfteln gehört dazu...

Für die Größe unserer Wurmkiste bekamen wir ca. 500 Kompostwürmer – Jap, so schnell geht’s und man hat auf einmal eine Menge Haustiere. 2 Hunde und 500 Würmer, was will man mehr.

Das Innenleben der Wurmkiste

Eines unserer neuen Haustierchen

Beim ersten Befüllen der Kiste wird erstmals durchnässter Karton ganz unten am Boden ausgelegt, dann werden Würmer und Humus eingefüllt und da drauf kommt die mitgelieferte Hanfmatte, die kann jederzeit nachbestellt werden. Ich habe beispielsweise sogar einmal ein paar Muster von Dämmmaterial verfüttert das ich rumliegen hatte. Die Matte dient in erster Linie dazu Mücken abzuhalten, aktuell haben wir sowas überhaupt nicht drin weil die Kiste super funktioniert.

Die Hanfmatte wird mit der Zeit von den Würmchen verspeist. Solang diese noch da ist wird die Matte einfach angehoben, um die Bioabfälle direkt bei den Würmern abzulegen.

Was darf gefüttert werden?

Ein bisschen Vorsicht ist bei manchen Dingen geboten. Als vegan lebender Mensch kann man jedoch so ziemlich alles verfüttern. Aber auch kurz dazu: die Würmer mögen keine Citrusfrüchte, Knochen, Fleisch, Milch- und Käseprodukte und gewürzte, gekochte Speisen eignen sich auch nicht unbedingt.

Dafür schmeckt ihnen jede Art von Gemüse, Teebeutel, Kaffeesatz, Bananenschalen, befeuchtetes Zeitungspapier und so weiter (diese müsst ihr aber besprühen, im trockenen Zustand wird das nicht so gern genascht).

Hier auch noch eine Übersicht an Dingen die gefüttert oder eben nicht gefüttert werden dürfen.

Ein kleiner Tipp von mir: mit Bedacht füttern

Zu viel Futter ist auch nicht gut, wir haben anfangs immer recht übermotiviert zu viel gefüttert, das hat zu einer kleinen Mückeninvasion geführt. Jetzt haben wir das aber im Griff und es ist super spannend jeden Tag einen Blick in die Kiste zu werfen und zuzusehen was sich dort tut und wie die Bioabfälle langsam zu Erde werden.

Die Wurmkiste ist sicher auch ein Tipp wenn ihr Kinder habt, man kann einfach so schön beobachten wie Humus entsteht, wie der Bioabfall verarbeitet wird und daraus gleichzeitig Dünger entsteht. Seht ihr, da spricht das Kind in mir.

Dünger von bester Qualität

Womit ich auch schon beim nächsten Punkt in der Liste bin – der Wurmsaft, der entsteht. Ihr seht am Foto unten eine kleine Lade, dort befindet sich eine Schale die den Wurmsaft auffängt. Dabei handelt es sich um nährstoffreichen, hoch konzentrierten Dünger. In verdünnter Form könnt ihr damit euren Pflanzen etwas Gutes tun. Ich als kleines Pflanzenmädchen heiße das natürlich sehr willkommen. Ich habe des Öfteren schon Wurmsaft hergeschenkt, weil doch sehr viel produziert wird und ich habe bisher nur begeisterte Rückmeldung bekommen. Immerhin weiß man bei diesem Dünger echt wo er her kommt und was drin ist, somit kann dieser auch ohne Bedenken für Obst- und Gemüsepflanzen eingesetzt werden, die im Nachhinein auf dem Teller landen.

Aus der Lade unten wird Wurmsaft gewonnen

Die Frage aller Fragen: Stinkt das?

Die wichtigste aller Fragen: Stinkt die Wurmkiste? Nein überhaupt nicht. Man kann sie ohne Bedenken im Innenraum verwenden, oder auf der Terrasse. Wenn man den richtigen Dreh raus hat bilden sich keine Mücken und ein Geruchsproblem hatten wir noch nie. Die Würmer bleiben auch brav in der Kiste und wollen nicht ausbrechen.

Erntezeit

Ähnlich wie beim Wurmsaft kann auch der frische Kompost geerntet werden. Auch hier handelt es sich um besten Dünger, aber dieser sollte ähnlich wie der Wurmsaft mit Wasser, mit anderer Erde vermengt werden, da sonst die Nährstoffe zu intensiv sein und den Pflanzen schaden könnten. In der Kiste befindet sich eine weitere kleinere Kiste, diese kann einfach hochgehoben werden, damit der Humus leicht geerntet werden kann.

Was gibt es noch zu wissen?

Eine Frage die mich vielleicht noch beschäftigt hat ist, ob es ok ist Würmer in einer Kiste zu halten? Meiner Meinung nach schon, das unbehandelte Holz der Kiste ist atmungsaktiv und die Würmer fühlen sich auch sichtlich wohl und vermehren sich. Ich würde sagen wenn man sich um die Kleinen kümmert ist das ok, da sie ansonsten ohnehin im Erdreich wohnen. Aja zu viel Sonnenlicht mögen sie nicht, also: Deckel zu!

Fazit

So, ich denke ich habe alles was mir wichtig erscheint angesprochen. Wenn ihr Fragen habt schreibt mir doch gerne in die Kommentare.

Wir sind auf jeden Fall super zufrieden mit unserer Wurmkiste, ein großer Teil unseres Biomülls wandert dort hin und wird sinnvoll weiterverarbeitet. Für alle die etwas mehr Bedarf haben, gibt es auch die Familienkiste, dort kann nochmal mehr kompostiert werden.

Ich und meine, mittlerweile wahrscheinlich 800 Würmer wünschen euch eine schöne Woche ;).

Bei der Raubtierfüterung
Befeuchtung der Wurmkiste mit Sprühflasche
Papier oder Karton muss immer gut befeuchtet werden
Unsere Empfehlung: Das Montageset zum Selber bauen

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Wurmkiste.

12. Oktober 2018Keine Kommentare

Autarkie aber wie?

Autarkes Wohnen.

Schritt für Schritt zum autarken Leben. So funktioniert´s:

Bei unserem Hausbau versuchen wir soweit wie möglich einen Fokus auf Nachhaltigkeit und ressourcenschonende Bebauung zu legen. Das Thema Autarkie ist bei der Planung natürlich nicht an uns vorbei gegangen.

Ein großer Teil an autarken Möglichkeiten stehen aber noch auf unserer Wunschliste. Diese heben wir uns für die kommenden Jahre auf, da leider das Budget so manche Vorstellungen nicht zu lässt. Immerhin haben wir uns schon mal informiert:

Warum autark leben?

Nehmen wir das Wohnen an sich mal näher unter die Lupe: Schnell fällt die persönliche Abhängigkeit von so einigen Dingen auf, die oft als selbstverständlich wahrgenommen werden. Dass der Strom, der aus der Steckdose kommt, oder das frische Trinkwasser aus dem Wasserhahn wo produziert oder geklärt werden muss wird eher selten hinterfragt. Das Thema des unabhängigen Wohnens wird für viele immer präsenter. Autarkie hat schon lange nichts mehr mit einem tristen Einsiedlerleben in Isolation zu tun, sondern vielmehr mit dem bewussten Umgang von Ressourcen und dem Wunsch nach Eigenständigkeit.

Gemeinschaftlich und unabhängig leben!
Die erste autarke Siedlung im Burgenland:

Vor ein paar Wochen durften wir die lieben Leute von Wohnwagon kennen lernen. Diese sind aktuell mit der Planung der ersten völlig autarken Siedlung beschäftigt. Falls du das Sommerfest im September verpasst hast, gibt es hier mehr Infos zur Realisierung der ersten autarken Siedlung. In der aktuellen Wohnwagon-Zentrale in Wien sammeln sich so einige zukunftsträchtige Ideen und Innovationen rund um das Thema Autarkie.

Die Idee vom autarken Wohnen.
Schritt für Schritt in eine unabhängige Richtung:

Ja nach den persönlichen Bedürfnissen kannst du hier und da die ein oder andere autarke Idee in den Wohnraum einfließen lassen. Angefangen bei der Stromversorgung, der Wärme- oder Wasserversorgung (ob Trinkwasseraufbereitung oder Regenwasserspeicher) bis hin zum Genussgarten kannst du dich bestens austoben. Wäre da nur der unendliche Geldfluss. So ist auch bei uns die Idee von absoluter Unabhängigkeit nur Schritt für Schritt realisierbar.

Erste Schritte zur Autarkie

Ein Kachelofen für kalte Wintertage:

Einige Dinge die bei uns aktuell bereits geplant und bald realisiert werden sind zum Beispiel das Heizsystem und die Regenwasseraufbereitung in und rund um unser Haus. Im Winter sorgen wir mit einem zentral platzierten Grundofen für Wärme. Heizen werden wir täglich mit zwei Jahre ausgetrocknetem Holz. Unserer Meinung wenig aufwändig, ja sogar ein recht herzerwärmender Gedanke :). Wir haben uns ganz bewusst gegen ein wasserführendes Modell entschieden, womit auch Warmwasser erzeugt werden könnte, da wir voraussichtlich aufgrund unseres Südhanges und der guten Wärmedämmung durch Stroh recht wenig Heiztage im Jahr erwarten. Für die ersten Jahre werden wir dazu das Wasser mit Strom erwärmen, in naher Zukunft würden wir gerne eine Photovoltaik Anlage realisieren, um unseren eigenen Strom zu erzeugen.

Regenwasseraufbereitung zur Pflanzenversorgung:
Da wir immer begeistert am Garteln sind war schnell klar, dass etwas für das Regenwasser brauchen. Dazu werden wir vorerst auf klassische Regentonnen zurückgreifen, dafür konnten wir schon ein paar alte Holzfässer ergattern. Daraus kann dann Wasser für Gemüse, Früchte und Grünpflanzen bezogen werden. Übrigens sind auch Zimmerpflanzen begeisterte Regenwasserkonsumenten, da es im Vergleich zu oft kalkhaltigem Trinkwasser basisch ist.

Das wars auch schon mit unseren autarken Ansätzen, für die Zukunft gibt es also noch so einiges zu realisieren.

Autarkie im Selbstbauset.

Klein aber fein:
Der sehnsüchtige Gedanke nach einem autarken Leben hängt wie gesagt leider oft mit viel Geld zusammen. Das es auch anders geht zeigt das Team von Wohnwagon, die bekannt sind für ihre völlig autarken Wohnwagon-Konzepte. Diesmal überzeugen sie uns mit einer neuen Idee: Dem Tiny Autarkieset für Tiny Houses, Kleinhäuser und Zirkuswägen.

Was hat es damit auf sich?
Das Tiny Autarkie Set ist für 9.896, 84 Euro erhältlich und bietet einen kostengünstigen und gut durchdachten Einstieg in ein autonomes Leben. Dabei handelt es sich um ein Selbstbauset für kleine Wohnraumkonzepte. Du bekommst einen Baukasten für deine unabhängige und ganzjährige Versorgung mit Strom, Wärme und Wasser.

So funktioniert die Versorgung:

Auf zum eigenen Strom
  • Der eigene Strom wird mittels einer kleinen aber feinen Photovoltaik-Anlage über die Sonneneinstrahlung bezogen. Diese ist so ausgelegt, dass du sie zukünftig simpel erweitern kannst.

Für die Stromerzeugung wird eine PV-Komplettanlage mit 1080 Wp und 24 Volt verwendet, so kannst du die Solarenergie günstig nutzen, ohne einen öffentlichen Stromanschluss zu benötigen.

So erzeugst du dein warmes Wasser
  • Für dein Warmwasser wird im Sommer mit einem Solarboiler gesorgt, im Winter mit einem Rauchgasboiler. Mit einfacher Installation kannst du mit Sonne und Holz warmes Wasser erzeugen.

Für das Warmwasser in den Sommermonaten wird ein Solarboiler mit 100l verwendet. Ja richtig gehört, der Solarboiler ist Solaranlage und Boiler in einem. Das bedeutet: Der unabhängigen Warmwassererzeugung mit Sonnenleistung steht nichts mehr im Wege. So funktioniert der Boiler im Detail:

  • Das Wasser wird direkt im druckfesten Boiler erhitzt. Dadurch fällt das teure Equipment einer Solaranlage mit Kollektoren einfach vollständig weg. Ein weiterer Speicher ist nicht zwingend notwendig, weil das Wasser dort gespeichert wird, wo es erhitzt wird. Ein Überdruckventil schützt den Boiler und sorgt für den richtigen Druck.
  • Das Wasser wird mit dem Leitungsdruck (ähnlich wie bei E-Boilern) transportiert. Um diesen Druck zu erhalten brauchst du meist eine Druckwasserpumpe im Frischwassersystem.
  • In der kalten Jahreszeit solltest du den Boiler entleeren, um ihn vor Frost zu schützen. Je nach Wetterlage und Wohnort, kannst du mit dem Boiler 6-8 Monate Warmwasser erzeugen. Der Boiler ist isoliert und verliert dadurch in der Nacht nur wenig Wärme.
    Der Aufbau des Boilers ist einfach gehalten – keine elektronischen Komponenten. Dadurch ist er sehr wartungsarm und ideal für den Außenbereich.
Für den Winter ist natürlich auch gesorgt

Für den Winterbetrieb ist ein Rauchgasboiler im Set enthalten. Mit diesem Boiler werden die Rauchgase von deinem Holz- oder Pelletofen zur Warmwassererzeugung genutzt.

Der Anschluss dazu ist ident mit der eines herkömmlichen Heizungs-, Strom- oder Solarboilers. Die Zirkulation des Wassers übernimmt der Wasserdruck. Wenn dieser Druck nicht gegeben ist, benötigst du zusätzlich eine Druckwasserpumpe. Zum Anschließen des Boilers brauchst du lediglich eine Wasserleitung, die in den Boiler führt, und am Warmwasserausgang kannst du das erwärmte Wasser für die Dusche, Waschbecken usw. entnehmen. Der Boiler ist natürlich auch nach den Trinkwasser-Richtlinien gefertigt, damit du das Wasser auch problemlos trinken kannst. Ebenso ist die Installation an Kamin oder Wassernetz relativ einfach.

  • Unserer Meinung am spannendsten ist die Trinkwasseraufbereitung! Mittels Regenwasserfilter wird trinkbares Wasser aufbereitet und in einem Edelstahltank für den Konsum gespeichert. Wirklich Top! Mit einem Regenwasserfilter steht der Frischwasseraufbereitung nichts mehr im Wege. Das Tolle daran: Der Filter reinigt das Wasser ohne dem Zusatz von Chemikalien und ohne Strom.
  • Das anfallende Abwasser wird durch natürliche Prinzipien mit einer Pflanzenkläranlage als Selbstbauset oder mit einem Moosfilter gereinigt.
Trinkwasseraufbereitung vom Feinsten

Zum Klären wird eine Pflanzenkläranlage für Grauwasser für zwei Personen verwendet. Diese Grünkläranlage ist speziell für die Grauwasserreinigung konzipiert. Sie besteht aus einem zweiteiligem Pflanzenbeet, in welche die spezielle Vorreinigung integriert ist. Diese funktioniert durch komplexes Zusammenwirken von Mikroorganismen, Bodenteilen und Pflanzenwurzeln. Das gereinigte Grauwasser fließt in den anschließenden Kontrollschacht. Von diesem kann es in ein Gewässer, die Kanalisation, einem Speicherteich geleitet oder versickert werden. Die Qualität des gereinigten Grauwassers ist weit besser, als das aus üblichen biologischen Kläranlagen.

Das mit Folie abgedichtete Pflanzenbeet ist vollständig mit Schilf bepflanzt und nicht als Kläranlage zu erkennen. Das Grauwasser wird oberflächig auf das Pflanzenbeet aufgebracht und versickert.

Für den plastikfreien Geschmack beim Zähneputzen sorgt der Edelstahl Wassertank mit einem Fassungsvermögen von 300 Liter. Besonders hervorzuheben sind die flexiblen Anschlüsse, die Wartungsöffnung, sowie die Möglichkeit den Behälter unter Druck (2Bar) zu setzen. Installieren solltest du diesen in horizontaler Lage.

Holzofen mit Kochfunktion und Bio-Toilette

Im Set nicht enthalten sind ein Holzofen mit Kochfunktion sowie eine Bio-Toilette. Beides solltest du am besten individuell für dein Projekt planen und realisieren. Dazu gibt es hier aber zwei spannende und weiterführende Artikel.

Wenn du mehr Details rund um das Thema Autarkie wissen willst, oder du dir noch nähere Informationen zum Tiny Autarkieset einholen willst, bist du beim Wohnwagon Team bestens aufgehoben. Wir haben uns sehr gut beraten gefühlt und vor allem ist das Thema Autarkie für uns etwas greifbarer geworden.

Viel Spaß bei der Ideensammlung zum Thema Autarkie, wie immer freuen wir uns wenn du deine Gedanken mit uns teilt!

Links: www.wohnwagon.at

 

Wohnwagon Website


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27. Mai 20182 Comments

Getupfte Pflanzen für den Wohnraum

Pflanzen sind für mich ein absolutes Muss im Wohnraum, vor allem die Forellenbegonie.

Da ich eine unverbesserliche Pflanzenliebhaberin bin, habe ich bereits begonnen meine einige Pflanzen zu vermehren. Da es bald heißt: mehr Platz. Yes! Dazu stelle ich dir die Top 3 meiner liebsten Pflanzen vor: die Forellenbegonie, die Leuchterblume und die Monstera Deliciosa.

Meine 3 Lieblingspflanzen

Da gerade die perfekte Zeit zum Umtopfen ist und der Frühling geradezu nach neuen Pflanzenideen schreit zeige ich dir meine drei Lieblinge in der Pflanzenwelt:

#1 Die Forellenbegonie

Mein absoluter Favorit ist die Forellenbegonie, lange habe ich nach ihr gesucht und zu guter Letzt bin fündig geworden. Diese Begonienart ist eher selten und stammt aus Brasilien. Vergangenes Jahr habe ich einen kleinen Ableger bekommen. Mittlerweile sind daraus zwei recht anschauliche Pflänzchen geworden. Die Begonie ist pflegeleicht, mag einen hellen Standort ohne direktes Sonnenlicht und muss mäßig gegossen werden. Die kleinen rosa Blüten sorgen für eine schöne Farbigkeit im Wohnraum. Diese können grundsätzlich das ganze Jahr über blühen, ich hatte leider noch nicht die Freude. Ich hoffe aber in diesem Sommer auf eine volle Blütenpracht. Setzlinge sind ebenso leicht zu ziehen, ich schneide dazu einfach einen kleinen Zweig ab und stecke diesen ein paar Tage in eine Vase. Sobald die ersten Wurzeln erkennbar sind kann die Forellenbegonie auch schon eingepflanzt werden.

#2 Die Leuchterblume

Nummer zwei in meiner Liste ist die Leuchterblume, die der Familie der Seidenpflanzengewächse entstammt. Diese Hängepflanze bekommt lange nach unten hängende Triebe und die Blätter sind leicht marmoriert. Sie gehört zu den Sukkulenten, was heißt, dass sie Wasser in den Blättern speichern kann. Wenn also mal keine Zeit zum Gießen ist, oder du in Urlaub fährst musst du dir um deine Leuchterblume keine Sorgen machen. Ansonsten ist die Leuchterblume recht pflegeleicht, mag einen hellen sonnigen Platz, wächst aber auch an schattigen Standorten. Am besten beim Umpflanzen ist es, eine dünne Schicht Kies und dann die Erde mit etwas Sand vermischt in einen Topf zu geben. Ich mag es am liebsten die Leuchterblume mit einer schönen Blumenampel von der Decke hängen zu lassen. Die Pflanze bildet mit der Zeit kleine weiße Knollen, diese können abgepflückt und als Stecklinge genutzt werden. Dazu nehme ich einfach einen Trieb mit einer Knolle ab und lasse diesen ein paar Tage in einem Wasserglas wurzeln – und dann ab in die frische Erde.

#3 Monstera Deliciosa

Zu guter Letzt, ein Klassiker – die Monstera Deliciosa. Mit ihren großen, grünen Blättern ist sie eine Augenweide im Wohnraum. Die Monstera zählt zu den Rankpflanzen, sobald sie größer wird ist es empfehlenswert einen Rankstab mit aufgerauter Oberfläche in die Erde zu stecken, damit diese daran hochwachsen kann. Wichtig ist, die Pflanze regelmäßig zu gießen, da sie recht viel Wasser benötig. Ab und zu befreie ich die Blätter vom Staub und bei geringer Luftfeuchtigkeit  können diese auch besprüht werden und schon hast du eine glückliche Grünpflanze. Als Standort sollte ein heller und warmer Platz in der Wohnung gewählt werden. Vor kurzem habe ich erstmals versucht einen Steckling zu ziehen, anfangs sah es danach aus als würde sich im Wachstum rein gar nichts tun, aber nach ein paar Monaten (ja wirklich) ist dann ein neuer Trieb gekommen und richtig schnell los gewachsen, aber sieh am besten selbst.

Stecklinge zu vergeben

Ich habe übrigens ein paar Stecklinge von der Forellenbegonie und der Leuchterpflanze, falls du Interesse hast schreib mir eine Nachricht.


 

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27. Mai 2018Keine Kommentare

Das Kräuterbeet in der Badewanne

Kräuterbeet in der alten Zinkbadewanne. Das klingt doch super!

Neulich haben wir eine alte Zinkbadewanne gefunden. Uns ist natürlich gleich ein super Gedanke gekommen und diesen muss ich, ungeduldig wie ich bin, natürlich gleich mit dir teilen.

Eine alte Zinkbadewanne als Blumen- und Kräuterbeet

Beim Aufräumen im Gartenschuppen, bzw. beim Auswintern einiger Sachen ist uns eine Zinkbadewanne untergekommen – Ja, ja anscheinend kann man solche Dinge übersehen. Aber gut, wir haben sie zum Glück noch vor dem Auszug gefunden. Zuerst stand mal reinigen an, da sich schon verwunderlich viel Dreck auf der Wanne gesammelt hat. Vielleicht haben wir sie deswegen nicht bemerkt :). Dann ging´s auch schon los. Für alle die ebenfalls gerne alte Zink Behältnisse bepflanzen wollen, hier die Anleitung:

Das brauchst du dazu:

  • 1 Badewanne (oder ein anderes Zink Behältnis)
  • Bohrmaschine
  • Flies
  • Kies
  • Erde (je nachdem was du einsetzen möchtest)

Schritt 1:
Die Grundlage, damit die Wanne als funktionstüchtiges Beet bepflanzt werden kann, ist der Wasserabfluss. Wenn dieser nicht gegeben ist, werden dir deine Pflänzchen schnell ertrinken. Dazu einfach die Wanne umdrehen, mit einem Lineal genügend Markierungen anzeichnen und mit der Bohrmaschine und einem nicht zu kleinen Aufsatz Löcher hinein bohren.

Schritt 2:
Den Boden der Wanne mit einer dünnen Fliesschicht überdecken, damit die kleinen Kiessteine nicht in den gebohrten Löchern stecken bleiben und den Abfluss verstopfen. Auf dieses Flies kommt dann eine Schicht Kieselsteine, dann wieder eine Fliesschicht darüber legen und dann die Erde drauf schütten. Die Kiesschicht hat den Nutzen, dass wenn es regnet oder die Erde zu nass ist, die Nässe weiter nach unten wandert und absickern kann. Würde man bis unten hin Erde hinein füllen, könnte es den Pflanzen zu nass werden. Die beiden Fliesschichten sind jeweils dazu da, um zum einen den Abfluss nicht zu verstopfen und zum anderen, damit sich Erde und Kies nicht vermengen. Je nachdem was ihr in eure Badewanne pflanzen wollt solltet ihr die richtige Erde wählen. Wir haben dazu unseren Kompost vom letzten Jahr geplündert und eine humusreiche Erde für unser Kräuterbeet gewonnen.

Schritt 3:
Kräuter, Gemüse und Salat pflanzen, gießen und genießen.

Das Resultat nach ein paar Wochen

Wie immer gibt es auch den Bericht, wie das Projekt nach einiger Zeit aussieht: Im Vergleich zu unserem Beet am eingezäunten Boden, wo wir ebenfalls Salat und Kräuter gepflanzt haben, wachsen die Pflänzchen richtig schnell in der Wanne. Die Erde hat aufgrund der Drainage meist die richtige Feuchtigkeit und speichert diese auch recht lange. Wenn es mal richtig viel regnet, läuft alles super ab und macht den Pflänzchen nichts aus. Mein Fazit: Super easy umgesetzt, ein toller natürlicher Schneckeschutz (die kommen da nicht rauf) und schnell wachsende Pflanzen.


 

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