Mit Kartonmöbel die Ressourcen schonen und gleichzeitig einen guten Schlaf genießen – Wie das funktioniert berichte ich euch im folgenden Beitrag.

Nach einer langen, langen Bauphase, naja so lange war diese bei uns im Grunde überhaupt nicht, aber es fühlt sich einfach schon ewig an, sind wir nun schon seit einigen Wochen am Einrichten. Raum für Raum bringen wir jedes Wochenende – mehr Zeit ist aktuell unter der Wochen nicht – ein bisschen mehr Zuhause-Gefühl in unsere vier Wände. Diesmal erzähle ich euch ein wenig über Kartonmöbel.

Vieles entsteht dabei einfach. Wir haben haben das Innenleben in unseren Räumen nicht durch und durch geplant, ganz im Gegenteil, wir sammeln nach wie vor Ideen und Inspirationen, die wir dann zu realisieren versuchen. Eine Rolle spielt dabei immer ein ressourcenschonender Umgang mit Rohstoffen und das Bewusstsein wie Dinge produziert werden. Unser Wohnraum entsteht nach und nach aus einem Mix aus Second Hand Interieur, Möbeln von Ökolabels oder DIY Projekten die wir immer wieder mal starten.

Ein „Wie schläft es sich auf Karton“ Bericht

Kartonbett vom Aufbau bis zum Schlaf

Man ist richtig unausgelastet nach dem Aufbau des Bettes, das kennt man nur selten nachdem man Möbel schleppt oder aufbauen muss.

Heute gibt es einen Einblick in unser Schlafzimmer, das besteht nämlich zu einem Großteil aus Kartonmöbel. Viele von euch waren etwas skeptisch was unser neues Bett betrifft. Ist das stabil? Wird es nicht bei der kleinsten Berührung mit Wasser kaputt? Braucht das keinen Lattenrost? – Alles Fragen die mir über Instagram entgegengekommen sind, daher heute dieser Artikel, auch als kleiner Bericht darüber, wie es uns nach einigen Wochen bzw. bereits Monaten mit unserem Bett geht.

Kartonmöbelliebe

Wenn ihr schon länger unseren Account verfolgt wisst ja vielleicht bereits von meiner Vorliebe für Möbel aus Wellpappe. Bei dem Thema Karton gehen die Gedanken nämlich sogar noch über meine nachhaltigen Ambitionen hinaus – die sind nämlich noch dazu super leicht. Und ich sag´s euch, ich hasse es schwere Dinge wie Möbel herumschleppen zu müssen. Kartonmöbel sind also das ideale Möbelstück für mich. Auch wenn ich jetzt eine Weile nicht mehr vorhabe umzuziehen. Bereits in meinen WG Zeiten waren mir solche Stücke immer sehr willkommen.

Kartonbeistelltisch

Ein kleiner Beistelltisch, der easy mit einem zweiten zu einem größeren Tisch gemacht werden kann.

Unser Bett aus Karton

Aber zurück zum Thema Schlafzimmer. Long story short: Wir haben ein Bett aus Karton gefunden, inklusive der passenden Beistelltischchen, die sich mittlerweile gut als Pflanzen und Buchablage etabliert haben. Ich fange am besten einfach beim Transport an, weil ich schon so über schweres Herumtragen meckere.

Liebe auf den ersten Blick

Liebe auf den ersten Blick. Das Tolle an Kartonmöbel? Sie lassen sich soo leicht tragen.

Das Bett bedient sich einem Ziehharmonika System (das hab ich jetzt so betitelt), es wird in einer schmalen Kartonpackung geliefert und kann dann einfach auseinander gezogen werden – und fertig. Jap, man spart sich sogar das aufwändige Aufbauen und braucht keinerlei Werkzeug. Das Bett von Room in a Box, dort haben wir es her, gibt es in mehreren Farben, wir haben uns für weiß entschieden, das passt einfach am besten in unseren Wohnraum. Der Hannes ist nämlich mit Farben nicht so experimentell wie ich (ich durfte nicht einmal eine Wand grau streichen, ja wirklich ;)), das wird sich aber die nächsten Wochen auch noch ändern, die Pläne werden bereits geschmiedet). Das Pappbett gibt es in mehreren Größen, so kann super ein riesen großes Familienbett ohne Mehraufwand zusammengebaut werden.

Wir haben ein Standardmaß mit 160×200 cm, also mussten wir nichts weiter tun als das Bett auspacken und auseinander zu ziehen. Bei Sonderwünschen sind jedoch weitere Kartonbahnen beigelegt, die kamm man einfach hinzufügen, um das Bett zu vergrößern oder zu verkleinern. Also ihr seht, ich kann euch eigentlich nicht so wirklich viel über den Aufbau berichten, außer das wir unser Bett in gefühlt 5 Minuten aufgestellt haben.

auspacken

Natürlich verpackt in Karton. Los geht´s mit dem Auspacken.


Waffelstruktur

Die Waffelstruktur lässt sich wie eine Zieharmonika auseinanderziehen, so kann auch die Größe leicht bestimmt werden, wir man hier gut sehen kann.


Hucky

Immer mit dabei: der Hucky. Steht gerne im Weg und muss sich immer alles genau ansehen. Vom Mithelfen hält er sehr wenig.

Mehr zum Thema Ressourcen, Material und Nachhaltigkeit

Das Bett von Room in a Box ist fair und mit Sorgfalt gegenüber der Umwelt in Deutschland produziert. Es besteht rein aus Wellpappe, diese wiederum wird zu 70% aus Recycling-Pappe produziert und wenn das Bett einmal nicht mehr so gut gefällt kann es einfach wieder zu 100% recycelt werden. Oder ihr schenkt es einfach jemand anderen, der*die daran Freude haben wird. Hier erhebt sich aber auch mein kritischer Finger, denn nur weil das Bett aus Pappe ist und preislich natürlich weniger kostet, heißt das nicht, das es deshalb weniger wert, stabil oder was auch immer ist. Es sollte genauso mit Sorgfalt behandelt werden wie andere Dinge, das ist es übrigens was ich mit „Bewusst Gedanken über Dinge machen“ meine.

Wellpappe

Das Bett besteht aus reiner Pappe, die einzelnen Teile werden einfach zusammengesteckt. Es wird also überhaupt kein Kleber benötigt.

<p

Wie stabil ist das Bett und was gibt es sonst noch so zu wissen?

Der erste Gedanke bei Pappmöbeln ist wahrscheinlich die Stabilität. Ich kann nur von diesem Bett sprechen, aber es knarrt überhaupt nicht, außer man sitzt wirklich an der äußeren Bettkante und hüpft dort rum. Es ist super stabil und kann bis zu 1000 kg tragen, falls das nicht ausreicht, sollte man sich über andere Dinge Gedanken machen würde ich meinen. Anfangs etwas zaghaft habe ich einen Hüpftest durchgeführt – Kein Thema, man kann durchaus die Sprünge intensivieren ;).

Wasser und Karton. Wie soll das funktionieren?

Die Wasserfrage hat mich schon des Öfteren erreicht, aber diesbezüglich kann ich euch beruhigen, denn das ist überhaupt kein Problem. Das kann ich auch über unsere anderen Kartonmöbel sagen, die mich bereits seit einigen Jahren begleiten. Dort schütte ich gerne mal was aus, wenn das gleich weggemacht wird, ist das kein Thema. Natürlich darf man das Bett nicht ins Wasser stellen, aber das würde wahrscheinlich auch den Boden zerstören. Also man kann es ganz normal feucht wischen, wenn der Wischmob anstößt macht das nichts aus.

Was die Ziehharmonika-Struktur betrifft, stört mich das beim Saugen überhaupt nicht, dort ist einfach mehr Gefühl angesagt, damit man alles erwischt. Der Härtetest ist auch schon passiert, vergangene Woche habe ich in der Nacht mein Wasserglas neben dem Bett umgestoßen – ganz genau. Das Wasser ist natürlich unters Bett geflossen, ich habs aufgetupft, hab mich aber dafür entschieden das so zu belassen, denn die Alternative wäre ein „Ich muss den Hannes aufwecken und vom Bett runterscheuchen“ gewesen und ich kann euch sagen da nimmt man lieber das Wasser in Kauf, sonst begegnet einem einem kleinen Gremlin.

Braucht man eigentlich einen Lattenrost?

Ich verlinke euch hier vielleicht einfach auf einen passenden Beitrag. Laut diesem kann ein falscher Lattenrost sogar die Liegeeigenschaften verschlechtern. Als Beispiel trägt eine Spannplatte wesentlich mehr zu einem gesunden Schlaf bei. Bei der Kartonvariante sorgt die Struktur für eine gleichmässige Gewichtsverteilung und die Matratze wird gut durchlüftet. Was natürlich empfehlenswert ist, ist die Investition in eine hochwertige Matratze. Persönlich kann ich euch aktuell nur berichten, dass wir beide sehr gut schlafen und bisher keine Rückenprobleme oder dergleichen aufgetreten sind.

Unser Schlafbericht

Liegegefühl

Auf dem Bett liegt und schläft es sich sehr gut.

Das mit dem Lattenrost habe ich ja eben erwähnt, dazu kann ich aktuell nur sagen das wir keine Rückenprobleme haben und sehr gut schlafen. Das beantwortet eigentlich bereits den Bericht, wir schlafen sehr gut, liegen im Vergleich mit Lattenrost etwas härter als zuvor, was klar ist weil der einfach anders eingestellt war, aber das kann man wiederum mit der Matratzenwahl ausgleichen, wenn man gerne noch weicher liegt. Wir hatten vor einiger Zeit ein Bett aus Paletten, dort haben wir ebenfalls keinen Lattenrost genutzt. Fazit: Wir sind sehr zufrieden, es fängt sich nicht besonders viel mehr Staub in den Zacken, einmal etwas genauer durch saugen und fertig.

Kleiner Tipp zum Schluss

Wir sind sehr zufrieden mit unserem Room in a Box Bett und können uns in keiner Hinsicht beschweren. Außerdem gefällt uns die Optik sehr sehr gut, es fügt sich super in den Raum ein und wirkt einfach besonders. Für alle die vielleicht nicht so überzeugt sind, bietet sich das Bett als ideales Gästebett an. Es ist leicht zu verstauen, weil es einfach zusammengeklappt und wieder ausgezogen werden kann.

Das Beistelltischchen mit vielen Möglichkeiten

Tisch auspacken

Jetzt wird noch das Tischchen ausgepackt, ebenfalls mit Karton umhüllt.


Anleitung gedruckt

Beim Tisch fand ich es ziemlich cool das die Aufbauanleitung direkt auf das Produkt gedruckt ist, an einer Stelle die man nach dem Aufbau nicht mehr sieht, das spart einfach unnötige Ressourcen.

Bevor ich es vergesse – die kleinen Papptischen. Einzeln oder zusammen kann man diese jeweils als Nachttischchen verwenden oder zusammengestellt bilden sie einen etwas größeren Tisch. Gleich wie beim Bett steckt man die Tische einfach zusammen. Gleich wie das Bett sind diese sehr stabil. Wir nutzen sie aktuell als Tischchen im Schlafzimmer, für Pflanzen und Bücher.

Beim Gießen braucht ihr euch überhaupt keine Sorgen machen, wenn man das Wasser einfach gleich wieder weg wischt. Es bleiben auch keine Wasserflecken.

Tisch aus Karton

Na was sagt der Hucky zum neuen Tisch?

<pSo viel dazu, jetzt wünsche ich euch allen eine gute Nacht!

Linkliste:
Pappbett: Unser Bett
Die Hocker, oder Tische: Nachttischchen

Vorher

Endlich darf ich auch mal: Vorher


Nachher

Nachher


schneller aufbau

Die Möbel lassen sich allesamt super schnell und einfach aufbauen.


Größer variabel

Mit beigelegten Zwischenstücken kann das Bett variabel vergrößert oder verkleinert werden.


Anleitung

Im Grunde braucht man für dieses Kartonmöbel nicht einmal eine Anleitung, außer man will die Größe verstellen, dann ist die schon hilfreich. die gibt es aber auch in Videoform.


Hucky

Der Hucky kann es kaum erwarten, nur weiß er noch nicht das er nicht ins Bett darf ;).

Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Room in a Box