14. April 2020Keine Kommentare

Umweltfreundlich sauber machen!

Ein sauberes zuhause mit Hausmittelchen

In einem Haus zu wohnen, umgeben von natürlichen Materialien und einem besonders guten und gesunden Wohnraumklima, ist schon richtig spitze, aber lange noch nicht alles. Denn auch im Alltag und in unseren eigenen vier Wänden kann man sich selbst und der Umwelt viel Gutes tun. Daher gibt es heute – abseits vom normalen Öko-Baugeflüster – ein paar Denkanstöße wie ihr euer Zuhause auf ganz natürlichem Weg sauber halten könnt. Mit Hausmittelchen und dem Sauberkasten.

sauberkasten diy kit
Wir haben den Sauberkasten entdeckt und gleich fleißig natürliche Reinigungsmittel selbst gemacht

Der Umstieg auf natürliche Alternativen

In den letzten Jahren habe ich vermehrt versucht auf natürliche Alternativen umzusteigen was Putz- und Reinigungsmittel betrifft. Erstens braucht man nicht für jedes Teller das man besitzt ein eigenes Fläschchen Spezialreiniger und zweitens sind chemische Produkte zum Saubermachen weder gut für die Umwelt noch für uns selbst. Eine meiner Lieblingsbeschäftigung im Baumarkt ist übrigens mich vor´s Reinigungsregal zu stellen und ein bisschen in mich hineinzulachen – unglaublich was man dort so entdeckt. Vom Grabsteinreiniger zum Kaminglasreiniger – hier bleibt kein Wunsch unerfüllt. Aber Spaß beiseite, dieses Zeugs muss auch jemand kaufen, ansonsten würde es diese Dinge nicht geben. Brauchen tut man die nämlich wirklich nicht, das kann ich euch versichern.

sauberkasten diy
Es kann ganz leicht zu 100% auf chemische Putzmittel verzichtet werden

Warum auf chemische Mittelchen verzichten?

Vor allem seit unsere Vierbeiner bei uns einziehen durften, wurden alle gesundheitsschädlichen und chemischen Reinigungsmittel aus unserem Haus verbannt. Immerhin tapsen die beiden immer über den Boden und schlabbern dann wieder über ihre Pfoten. Das war dann auch das erste Wachrütteln würde ich behaupten. Seither kommen nur natürliche Reinigungsmittel zum Einsatz.

Aus mehreren Gründen:

  • Die Inhaltsstoffe in vielen Produkten sind oft sehr gesundheitsschädlich, können mitunter die Haut reizen oder sogar zu Atemwegserkrankungen führen. Falls ihr die App noch nicht kennt – mit Code Check könnt ihr Produkte im Supermarkt einfach schnell einscannen und gucken was sich so an Inhaltsstoffen darin befindet und schon bald werdet ihr vermutlich keine Lust mehr auf viele Produkte haben, so war´s zumindest bei mir.
  • Ab in den Abfluss und weg – so ist es leider nicht, denn die Chemikalien sind meist schwer abbaubar und gelangen in unser Grundwasser, da eine Kläranlage bei weitem nicht alles rausfiltern kann – das hat natürlich ökologische Auswirkungen auf die Umwelt und das Ökosystem.
  • Kinder und Haustiere sind viel am Boden unterwegs und nehmen gerne Finger und Pfoten in Mund und Maul, chemische Reinigungsmittel mit denen wir also Boden und Oberflächen reinigen sollten daher auf alle Fälle umweltverträglich sein.

Reinigungsmittel selbst herstellen und Müll vermeiden

essigessenz
Du kannst dir ganz einfach mit ein paar Hausmittelchen alle nötigen Reinigungsmittel selbst herstellen

Der Umstieg auf natürliche Alternativen ist demnach ein wichtiger erster Schritt. Wer noch weiter spazieren will, kann sich alle nötigen Reinigungsmittel auch selbst herstellen. Dazu benötigt man einfach einige Hausmittlchen im Putzschrank. Denn auch mit natürlichen Alternativen entsteht oft viel unnötiger Müll. Ich hab mich schon ab und an im Waschmittel selber machen versucht, das hat auch super funktioniert, aber ich hab´s dann irgendwie wieder aus den Augen verloren. Bis jetzt!

Vor einiger Zeit bin ich dann auf den Sauberkasten gestoßen. Der macht das Ganze um ein vielfaches leichter muss ich gestehen. Im Sauberkasten befinden sich nämlich alle natürlichen Mittelchen die man braucht, um sich gegen den Schmutz im und rund ums Haus zu wappnen. Genau das richtige für uns würde ich sagen.

sauberkasten box
Im Sauberkasten ist alles drin was man für ein sauberes zuhause benötigt


Es braucht nicht viel, für viel Sauberkeit

Im Sauberkasten befinden sich sechs Zutaten, mit denen sich der gesamte Bedarf an Sauberkeit abdecken lässt: Natron, Soda, Zitronensäure, Essigessenz, Kernseife und ätherische Öle (Lavendel und Melisse). Die Sachen kommen schön verpackt in einem Holzsteckkasten mit allen nötigen Utensilien zuhause an und können ganz einfach und schnell vermischt werden.

ökologisch reinigen
Mit Natron, Soda, Zitronensäure, Essigessenz, Kernseife und ätherischen Ölen ist die Grundlage für alle nötigen Reinigungsmittel abgedeckt
kernseife gehobelt
Die Flocken aus Kernseife und auch die anderen Hausmittel sind in Papiersäckchen verpackt
sauberkasten spülmittel
Die Gefäße aus Edelstahl helfen bei der Dosierung und sind im Sauberkasten mit dabei

Leere Gefäße sammeln und neu etikettieren

Ich habe mich vorab ans Sammeln von Glasgefäßen mit Schraubverschluss gemacht. Diese hat man meist ohnehin in allen Größen zuhause, denn nachdem der Inhalt verspeist wurde, wandern die meistens in den Müll. Das einzig Nervige sind die Etiketten, die großteils nicht wirklich abgehen wollen. Auch hier könnte man sich den passenden Reiniger, einen Etikettenreiniger besorgen – jap, sogar diesen gibt es, der ist by the way so aggressiv, dass er sogar Kunststoff auflöst, wendet man ihn nicht auf Glas an – oder man greift auch hier auf Hausmittelchen zurück. Ich habe dazu einfach das Papier in warmen Wasser eingeweicht, die erste Schicht gelöst und für die Klebereste ein wenig Öl in eine Schüssel gefüllt und mit einem Lappen die Klebereste gut eingeölt. Mit dem Lappen muss dann noch etwas geschrubbt werden und die Klebereste lassen sich rückstandslos entfernen. Ganz ohne Hautreizungen, im Gegenteil bekommt man sogar ein wenig Pflege für die Hände.

etiketten entfernen mit öl
Kleberückstände von Etiketten können einfach mit etwas Öl rückstandslos entfernt werden

Und da sind sie - schöne leere Gläser in allen nötigen Größen.

diy reinigungsmittel
Einfach leere Flaschen und Behälter sammeln und für die fertig gemischten Reinigungsmittel verwenden. Die nötigen Etiketten sind im Sauberkasten mit dabei.

Jetzt wird gemischt:

Fensterputzmittel

putzmittel sauberkasten
Für´s Abmessen benötigt man nicht einmal einen Messbecher, denn Messkännchen, Trichter und Messlöffel sind im Saubkasten enthalten und die Rezepte auf diese ausgelegt.
abfüllen sauberkasten
ätherisches öl melisse
Melissenöl hinterlässt einen besonders guten Duft im Raum

Wohl das Wichtigste bei so viel Glas und dem Frühlingsbeginn: das Fensterputzmittel. Dazu haben wir einfach eine große Glasflasche bereitgestellt, der benötigte Sprühaufsatz sowie ein Etikett sind im Sauberkasten mit dabei und das Rezept für glasklare Fenster auch. Es wird einem auch wirklich besonders leicht gemacht, denn man benötigt nicht einmal einen Messbecher, denn Messkännchen, Messlöffel und Trichter sind ebenfalls mit eingepackt.

Gleich getestet: Der Hannes hat sich auch gleich darin versucht und uns einen klaren Blick aus dem Schlafzimmer beschert. Der Fensterreiniger funktioniert einwandfrei und hinterlässt einen nachhaltigen Duft nach Melisse im Raum. Und alles was drin ist? Wasser, Essigessenz und Ätherisches Öl. Ist doch spitze wenn man weiß, was sich in den Sachen befindet, die man oft tagtäglich benutzt.

ökozuhause fenster putzen
Der Putztest …
fensterputzen sauberkasten
… mit sehr zufriedenstellend bestanden 😉
fensterreiniger ergebnis
Schöne saubere Fensterflächen. Das ist übrigens auch ein gutes Workout bei uns, denn davon gibt es echt viele.

Scheuerpaste, Spülmaschinenpulver und Spülmittel

Einige Reinigungsmittel kann man super auf Vorrat herstellen, andere hingegen eignen sich dazu, erst abzumischen, wenn man diese benötigt. Wie etwa einen Lappen- oder Abflussreiniger.

Kleiner Tipp: die meisten Lappen für die Küche werden aus Zellulose hergestellt, also aus Papier, ein Blick auf die Rückseite zahlt sich aus, denn in jedem Laden gibt es die Zellulose Variante. Diese müssen auch nicht sofort in den Mülleimer wenn sie etwas riechen, sondern können einfach bei 60 Grad gewaschen und wiederverwendet werden. Der selbstgemachte Lappenreiniger ersetzt sogar den Spülvorgang in der Waschmaschine.

Wir haben gleich noch Scheuerpaste, Spülmaschinenpulver und Spülmittel abgemischt und in Glas verpackt. Das sind so die Dinge die wir am Häufigsten benötigen neben dem Waschmittel (hier heißt es noch Reste aufbrauchen). Vor allem bei Spülmaschinentabs entsteht oft super viel Müll, den man leicht vermeiden kann.

reinigen ohne chemikalien
Es macht auch richtig Spaß sich mit ganz alltäglichen Dingen näher zu beschäftigen und auch so kann gemeinsam Zeit verbracht werden.
glasgefäße

Alles sauber mit dem Sauberkasten

Der Sauberkasten hat schon einen schönen Platz in unserem Hauswirtschaftsraum bekommen und steht griffbereit für den nächsten Einsatz. Auf alle Fälle macht es Spaß, sich die nötigen Mittelchen selbst herstellen zu können, man weiß was drin ist, es geht super schnell, macht außerdem Spaß und schafft Bewusstsein. Denn immerhin beschäftigt man sich mit den Inhaltsstoffen und man sieht, dass es für den gewünschten Effekt echt wenig und allen voran ausschließlich natürliche Mittelchen benötigt.

diy reinigungsmittel sauberkasten

Linkliste und ein paar Worte zum Schluss

Da wir uns aktuell in einer ziemlich außergewöhnlichen Situation befinden und alles irgendwie anders ist, ist es umso wichtiger kleine Unternehmen, die sich für die Umwelt und das Klima einsetzen zu unterstützen. Daher denkt nochmal ein bisschen besser nach als bisher, wo ihr was am besten kaufen könnt.

Hier geht´s entlang zum Sauberkasten
Wir haben diese Variante des Sauberkastens: Sauberkasten Premium

Ihr könnt uns auch gern auf Instagram besuchen, dort gibt´s alles rund um unser Haus in Echtzeit: auf zu unserem Account

spülmittel selbst gemacht
Flaschen die oft in den Müll wandern können richtig gut aussehen, wenn man sie in die Küche stellt und für Spülmittel verwendet.
sauberkasten pumpspender
Der Pumpspender ist im Sauberkasten mit dabei und kann einfach auf die Größe zurechtgeschnitten werden.

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22. April 2020Keine Kommentare

Das Herzstück unseres Öko-Häuschens: Der Kachelofen

Unser Kachelofen. Handgemachte Keramik aus der Region und unser zentrales Heizsystem

Unser Kachelofen: Immer wieder ein schönes Thema. In diesem Beitrag möchte ich unser Herzstück des Hauses jedoch etwas näher vorstellen. Dieser Beitrag umfasst zum Einen die Entscheidung für genau dieses Heizsystem, bringt Infos zum Thema CO2 Neutralität und Schadstoffe und soll generell einen kleinen Einblick auf unserem Weg zum Kachelofen geben.

Unser Kachelofen – definitiv das Herzstück des Hauses

Alles auf Anfang: Vom Grundstück zur Planung

Wo fange ich am besten an? Vielleicht beim Grundstück. Unser Grundstück weist ein starkes Gefälle auf und profitiert von südlicher Ausrichtung. Dahingehend wurde auch unser Haus geplant, um das ganze Jahr über von der natürlichen Sonnenenergie zu profitieren. So ist das Haus südlich ausgerichtet. Das Dach ist so ausgeführt, dass in den Wintermonaten die Sonne den gesamten Wohnbereich erfüllt und wärmt und im Sommer draußen bleibt. Da die Sonne im Sommer viel höher am Himmel steht, scheint diese in den heißesten Monaten im Jahr überhaupt nicht durch die Fenster. Der Wohnraum bleibt somit auch ohne zusätzliche Kühlung schön angenehm kühl. Die natürlichen Materialien an unseren Wänden unterstützen diese Kühlung zusätzlich.

Man kann das richtig schön beobachten, wie sich der Sonneneinfall von Woche zu Woche verändert, sobald die Sommermonate anstehen.

Unser Dach ist so ausgerichtet, das in den kalten Wintermonaten die Sonne den Wohnraum erfüllt und im Sommer draußen bleibt, damit der Wohnraum kühl bleibt

Der Kachelofen – unser zentrales Heizsystem

Aufgrund der idealen Nutzung von Sonnenenergie müssen wir vergleichsweise sehr wenig heizen. Klar, im Winter muss natürlich schon eingeheizt werden, an einem sonnigen Tag jedoch, müssen wir selbst im Winter nicht heizen. Ich denke gerade an den Jahreswechsel zurück, in dieser Zeit mussten wir fast eine Woche lang kein Holzscheit in den Ofen legen.

Der zentral platzierte Kachelofen ist unser alleiniges Heizsystem

Warum aber nun ein Kachelofen? Zum einen wollten wir ein Heizsystem, das besonders viel Autarkie mit sich bringt, zum anderen war auch der Wunsch nach einem Kachelofen schon immer in unserem Kopf. Zumindest ab dem Zeitpunkt wir uns mit dem Hausbau beschäftigten. Die strahlende Wärme die ein Kachelofen im Winter abgibt und das wohlige Gefühl dazu sind schwer zu übertreffen. Unser Ansatz beim Hausbau war und ist in allen Bereichen der, das alles gut durchdacht und mit Sinn integriert wird. Ein Ofen – nur weil er optisch schön ist – zusätzlich zu einem anderen Heizsystem wäre für uns nicht der richtige Weg gewesen. Nach langem hin und her überlegen, Beratungsgesprächen mit unserem Architekten und unserem Hafner haben wir uns also für einen Kachelofen als alleiniges Heizsystem entschieden.

Der Umweltaspekt beim Heizen mit Holz

Zum Thema Umwelt: Ein Baum filtert Kohlenstoffdioxid aus der Luft, bindet dieses langfristig und gibt wiederum Sauerstoff an die Umgebung ab. Der Baum speichert das CO2 solange, bis das Holz beispielsweise verbrannt wird. Verbaut man das Holz jedoch, bleibt auch das CO2 gebunden und tritt nicht wieder aus und außerdem kann ein neuer Baum wachsen, der erneut CO2 filtert und bindet.

Daher kann man von einer CO2 Neutralität beim Heizen mit Holz sprechen, da das zuvor gebundene CO2 wieder ausgestoßen wird. (Mehr zum Thema Holz als umweltschonender Baustoff findet ihr hier: Holz als Baustoff) Jetzt kommt natürlich gleich das aufblinkende Rufzeichen der Schadstoffe die entstehen.

Der Ofen, so wie dieser bei uns hier steht, ist nicht zu vergleichen mit einem Kanonenofen in einer Berghütte. In diesen wird beim Hüttenurlaub alle paar Stunden ein neues Scheit Holz nachgelegt, die Ofentür wird ständig auf und zu gemacht und oft werden Unmengen an Zeitungspapier und was weiß ich alles in den Ofen geschubst. Natürlich entsteht durch das ständige Aufmachen der Ofentür besonders viel Rauch und Schadstoffe treten in die Raumluft aus. Bei einem Ofen wie wir ihn haben sieht das schon ganz anders aus. Angefangen beim Holz ist das ideal Brennholz aus Buche, diese verbrennt fast rückstandslos und es erzeugt besonders viel Wärme beim Verbrennen. Nach dem Winter haben wir nur ein einziges Mal die Asche aus dem Kachelofen entfernt. Geheizt wird in der Regel einmal täglich, wenn es abends wirklich zu kühl ist, dann kann schon ein zweites Mal geheizt werden. Man muss sich anfangs etwas herantaste und gucken wie viel Holz von der Menge für einmaliges Heizen ausreichend ist und wie man die ideale Wärme erziehlt.

Mit dieser Variante des Heizens entsteht natürlich viel weniger Rauch, der auch nicht in den Wohnraum gelangt, da die Ofentür gleich nach dem Anzünden geschlossen wird. Anfangs entstehen kleine Rauchwölkchen im Ofen, die aber schnell in eine rauchlose Flamme übergehen.

Für alle die gerne mehr zum Thema Feinstaubbelastung wissen möchten, klickt euch doch mal durch die Seite des Österreichischen Kachelofenverbandes dort findet man informative Beiträge und Videos. Hier zum Beispiel ein Video zum Thema Feinstaubbelastung: Wärme aus Holz. Eine saubere Sache.

Tradition und Modernität

Traditionelle Handwerkskunst kombiniert mit moderner Formgebung war unser Ansatz

Was die Optik und die Funktion betrifft, so war die Größe des Kachelofens wichtig, da dieser immerhin das gesamte Haus beheizen soll. Ein Sichtfenster zum Feuer wollten wir unbedingt und dann kam die Frage der Optik hinzu. In alten Bauernstuben findet man ganz oft diese traditionellen grünen Keramikfliesen bei Öfen. Genau so etwas wollten wir auch, nur in eine moderne Formensprache gegossen.

Unser Hafnermeister: Ein
Familienunternehmen aus der Region

Auf der Suche nach einem Hafnermeister der unsere Wünsche realisieren kann, wurden wir schnell fündig. Ein Familienunternehmen aus dem Mühlviertel, gleich ums Eck. Die Familien Anreither war auf Anhieb sympathisch und wir wurden dort sehr gut beraten.

Bei der Firma Anreither aus Lembach eingetroffen, sind wir zuerst ein wenig durch den Schauraum spaziert, wo die Entscheidung zu einem Kachelofen gleich nochmal bestätigt wurde. Im Anschluss wurden wir sehr gut beraten, auch in Hinblick auf den Wunsch nach unseren Retro-Keramik-Fliesen und schon bald durften wir den fertigen Entwurf unseres Ofens in Händen halten.

Vom Plan des Ofens überzeugt, ging es auch gleich darauf mit der Produktion der Keramik los

Jede Kachel ist handgefertigt, hier sieht man wie dieser wirklich per Hand geformt werden

Diesen Aspekt und die Zusammenarbeit mit einem regionalen Familienunternehmen schätzen wir ganz besonders

Hier liegen die einzelnen Kacheln noch ohne Farbe, auch das ist ein weiterer interessanter Arbeitsschritt

Die Kacheln bekommen hier ihre Farbe, von Grün ist hier noch nicht die Rede, denn die Farbe entsteht erst im Brennvorgang

Anhand von Musterfliesen haben wir die passende Farbe für unser Häuschen ausgewählt

Bei der Firma Anreither in Lembach wurde unser Kachelofen handgefertigt und vor Ort aufgebaut

Handgemachte Keramik aus Lembach

Viele Kachelöfen werden mit Fliesen realisiert, um diese Optik zu erzielen, wie wir sie haben wollten, musste gekonnte Handwerkskunst zum Einsatz kommen. Alle Fliesen auf unserem Ofen sind nämlich handgemacht, jede Maserung und jedes Muster, jede Kachel für sich ist einzigartig. Auch hier können alle Farbwünsche erfüllt werden und wir haben uns für genau dieses Grün, anhand von handgemachten Musterfliesen, entschieden.

Der Hannes durfte auf Anfrage sogar bei der Herstellung der Keramikfliesen mit dabei sein und hat fleißig Fotos geknippst. Wie genau das so aussieht, zeige ich euch am besten einfach hier:

Heizen mit einem modernen Kachelofen

Was das Heizen betrifft, so haben wir uns ganz bewusst für diese Methode entschieden, auch mit dem Wissen, dass wir täglich per Hand einheizen müssen. Das war und ist für uns immer noch ein romantischer Gedanke, der auch überhaupt nicht umständlich ist. Wir müssen einfach morgens, bevor wir das Haus verlassen, die Holzscheite stapeln, anzünden, Tür zu und das war´s. Durch das integrierte elektrische Schließsystem wird der Rest selbst erledigt. Alternativ müsste man warten bis eine bestimmte Temperatur im Ofen erreicht wird und diesen Schließvorgang manuell durchführen. Das hätte dann nicht wirklich zu unserem Lebensstil gepasst, weil wir oft in der Früh mal schnell weg müssen. Der Ofen durchläuft verschiedene Heizstufen und schließt automatisch ab einer gewissen Temperatur. Diesen Vorgang technisch zu erklären würde zu weit führen, das Wichtigste ist: Es ist kein Umstand mit dem Einheizen, ganz im Gegenteil und die Effizienz des Ofens wird gesteigert.

Endlich: Ich darf ein Vorher-Nachher Foto machen, das ist nämlich nicht so leicht im Neubau und die seh ich mir immer so gern an bei anderen Projekten. Also: Vorher …

… Nachher. Sieht doch gleich besser aus mit Holz und fertigem Haus rundum 😉

Die Holzlagerung

Unsere Holzlagerung kennt ihr vielleicht bereits. In unserem Eingangsbereich, bei der Zufahrt, ist die gesamte Fassade mit einem "Bilderrahmen" versehen. Dieser ist genau so tief, dass ein genormtes Holzscheit rein passt. Die gesamte Fassade verändert ständig und ganz natürlich ihr Aussehen, wenn das Holz weniger oder wieder aufgefüllt wird. Außerdem ist diese Lösung besonders platzsparend, wir nutzen einfach unsere Hauswand dazu und benötigen keinen extra Holzlagerraum. Wieder einmal nach dem Motto: Form Follows Function.

Eingangsbereich
Unsere durchdachte Holzlagerung ist wie ein Bilderrahmen, der in ständiger Veränderung ist

Das Herzstück des Hauses

Nach mittlerweile fast einem Jahr in unserem Haus (ok nicht ganz ;)) sind wir total zufrieden mit der Entscheidung für den Ofen. Über den Winter hinweg hatten wir es kuschelig warm und es ist einfach DER Platz im Haus, an dem man sich gerne versammelt, wenn es kalt ist. Wir heizen auch unser Badezimmer direkt mit der Wärme des Kachelofens mit. Da sich dieses direkt dahinter befindet. Dort ist ohnehin schon viel mehr Wärme, weil die Trennwand direkt vom Kachelofen die Wärme überträgt. Zusätzlich wurde noch eine kleine Wärmenische zum Bad hin integriert, mittels einem kleinen verstellbaren Gitter gelangt nochmal mehr Wärme ins Badezimmer.

Durch die Wärmenische kommt besser warme Luft ins Badezimmer

Generell ist das gesamte Haus gut beheizbar mit dem Ofen. Was man allerdings schon anmerken muss ist, dass zum Beispiel unsere Innentüren auch besonders wärmedämmend sind, daher ist es im Extra Zimmer oder zukünftigen Kinderzimmer bei geschlossener Tür schon etwas kalt. Wenn dort also mal jemand einzieht kommt vielleicht einfach ein zusätzliches Infrarot Panel an die Wand. Das haben wir bei der Planung zu wenig mit gedacht muss ich gestehen. Aber das betrifft nur diesen einen Raum. Vorraum und Lagerraum müssen zum Beispiel nicht so warm sein, dort passt das sehr gut so. Vorsorgehalber haben wir auch eine Leerverohrung in den Fußboden verlegen lassen. Denn irgendwann wollen wir eine PV Anlage nachrüsten, dann könnte auch mit selbst erzeugtem Strom der Fußboden geheizt werden.

Weiterführende Artikel und Links

. Unser Hafnermeister des Vertrauens: Anreither. Handwerksqualität aus dem Mühlviertel
. Mehr zum Thema Holz: Holz als Baustoff
. Ein älterer Artikel mit einigen anderen Facts zum Thema Kachelofen: Der Winter kann kommen

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17. Januar 20203 Comments

Ein ökologisches Badezimmer. Von der Fliesenwahl, hin zur Badewanne.

Ein ökologisches Badezimmer? Geht das? Tipps zu Materialien und ein paar mehr Gedanken zum Thema nachhaltiges und ökologisches Badezimmer.

unser Badezimmer
Ein Blick ins Badezimmer. Aber wie ökologisch kann ein Bad eigentlich bebaut werden? Gibt es ein ökologisches Badezimmer überhaupt?

Ein ökologisches Badezimmer: Wie ökologisch kann ein Bad im Hinblick auf Baumaterialien und darüber hinaus realisiert werden kann? Ich lasse euch einfach mal einen Blick in unser kleines, aber feines Badezimmer werfen.

Ein guter Morgen beginnt mit einer Tasse Kaffee und einem Spaziergang direkt ins Badezimmer, um sich den Schlaf mit ein paar Spritzern frischen Wasser aus dem Gesicht zu spülen. Zumindest bei mir so.

Daher das heutige Thema zu Beginn der Woche: Unser Badezimmer. Ich zeige euch welche Materialien wir verbaut haben, von der Fliesenwahl bis hin zur Badewanne und was uns sonst noch so am Herzen liegt.

metrofliesen
Unser Bad erscheint in weiß und grau, kombiniert mit Holz. Was so besonders an unseren Fliesen ist, gibt es weiter unten zu lesen.

Bisher gab es noch nicht so viele Einblicke in unser Badezimmer. Warum? Dieser Raum hat irgendwie am längstem gebraucht bis zum Ist-Stand. Aber das macht nichts, so geht mir nie der Gesprächsstoff aus und auch in diesem Raum haben wir natürlich versucht auf Materialien zu achten, damit diese zu unserem ökologischen Gesamtkonzept passen und sich in dieses einfügen. Im Badezimmer ist das allerdings nicht ganz so leicht, meiner Meinung nach, also gucken wir mal wie es aussieht zum Thema ökologisches Badezimmer. Ich fange am besten einfach ganz von vorne an.

Unser Badezimmer in der Bauphase

Das Badezimmer erweist sich wohl als der am wenigsten ökologisch gestaltete Raum, einfach dadurch, weil man auf gewisse Dinge wie eine Abdichtung zwar verzichten kann, im Idealfall aber nicht sollte. Vor allem bei einem Holzhaus kann, das in eine nicht so nachhaltig gedachte Richtung gehen. Unsere vier Wände, gezimmert aus Holz und gedämmt mit Stroh sollen klarer Weise nicht unbedingt nass werden. Um eine eventuelle Nässe zu vermeiden, wird mit einer blauen Abdichtungsmasse mehr oder weniger das ganze Bad bepinselt. Wir haben das selbst erledigt, richtig ekelhaft sage ich euch, man fühlt sich als würde man einen Pool vorbereiten, es riecht auch dementsprechend chemisch, aber gut, die Alternative ist eine Eventualität. Im Normalfall wird vom Installateur oder der Installateurin alles so gut angeschlossen, dass hier kein Tropfen seinen Weg nach draußen findet, dennoch besteht die Möglichkeit, dass dieses Szenario eintritt. Man kann sich also entscheiden, entweder auf die Chemiekeule verzichten und im Fall der Fälle ein riesen großes Problem bekommen, oder auf Nummer sicher gehen. Denn wenn der Fall der Fälle eintritt, kann ein immenser Bauschaden entstehen, das wäre meiner Meinung nach nicht besonders nachhaltig. Ein Schaden, den man wahrscheinlich erst bemerkt sobald dieser eine Menge angerichtet hat, weil man ja nur schwer in die Wand hineinsieht. Daher kam bei uns die blaue Abdichtmasse zum Einsatz, sollten einmal zwei drei Tropfen durchsickern, dann steht das Wasser wie in einer Wanne und kann auch wieder trocknen. Immerhin sieht man, wie bereits erwähnt, nie wieder in die Wand hinein – im besten Fall :D.

So, nun ist alles blau. Es folgen die Gipskartonplatten,
ebenfalls super ekelhaft das Zeug, es trocknet die Haut – gefühlt – beim
Betrachten aus. Scherz beiseite, Gipskarton entzieht der Raumluft Feuchtigkeit
und eine regulierte Luftfeuchtigkeit ist besonders wichtig für unser
Wohlbefinden und unsere Gesundheit. In dem Bereich wo wir Fliesen vorgesehen haben,
also im Nassbereich, sollte Gipskarton verwenden werden, an den Stellen, wo
sich keine Fliesen befinden, sollten dann Tonbauplatten angebracht werden.
Dummerweise haben wir uns in der Dicke der Platten geirrt und mussten dann den
gesamten Raum mit Gipskarton fertigstellen, wobei es hierbei vielleicht um 4-5
m2 Wandfläche ging, also nicht so die Menge. An drei Wänden wurde also Gipskarton
und blaue Abdichtmasse verwendet, eine Wand ist völlig mit Ton verputzt. Tonbauplatten
unter den Fliesen wären außerdem total sinnlos gewesen, weil man Material mit
Funktion verbaut, außerdem eignen sich diese Platten nicht um darauf Fliesen zu
verlegen.

Das war´s auch schon mit den nicht so tollen Materialien.
Jetzt geht´s an die Fliesen!

Unsere Hygiene-Fliesen. Sehen nicht nur gut aus, können
auch richtig viel!

Bodenfliesen
Frisch bei uns eingetroffen, unsere Bodenfliesen in grau, diese sind mittlerweile in drei Räumen untergebracht.

Jetzt geht es in eine ökologisch viel bessere Richtung, umso fertiger unser Bad wird. Die Fliesen, an dieser Stelle haben wir etwas ziemlich Innovatives für uns entdeckt.  Die Hygiene-Fliese, einige von euch können sich vielleicht noch an den Artikel erinnern, den ich ganz zu Beginn unserer Hausbaugeschichte veröffentlicht habe, da mich jedoch viele Fragen dazu erreicht haben, gibt es hier nochmal eine ausführliche Fliesen-Erklärung. Hier geht´s zum besagten Artikel.

hytect fliesen
Hytect veredelte Fliesen haben eine spezielle Oberflächenveredelung, Schadstoffe und Gerüche werden gehemmt und man spart sich viel Reinigungsaufwand.

Ich beginne bei der Funktion, denn diese schicken Fliesen an Wand und Boden haben etwas mehr zu bieten als auf den ersten Blick erkennbar ist. Hygiene-Fliesen, auch Hytect-Fliesen genannt, verfügen über eine antibakterielle, luftreinigende Oberfläche. Ich als kleines Allergiebündel fühle mich demnach, umgeben von Ton und Hygiene-Fliesen recht wohl im Badezimmer.

So funktioniert eine Hytect behandelte Fliese.

Bei dem Steinzeug handelt es sich um Keramikfliesen, generell sind diese aufgrund der glatten Oberfläche an sich schon leicht zu reinigen. Bei der speziellen Veredelung der Fliesen, das „Gesundheits-Topping“ wie ich es gerne nenne, wird Titandioxid dauerhaft und unlöslich, bei hoher Temperatur in die Oberfläche eingebrannt. Dadurch entsteht ein Katalysator, dessen Wirkung durch Licht und Luft in Kraft tritt. Das Resultat ist eine hydrophile Oberfläche – ein bisschen griechisch Unterricht am Rande: hydro = Wasser, philos = der Freund – also eine wasserfreundliche Oberfläche. Diese Reaktion entsteht ausschließlich durch Licht und ohne gesundheitsschädigende Veredelung. Der Effekt ist jedoch dauerhaft und nimmt auch mit der Zeit nicht ab.

hytect oberfläche
Durch die Hytect Veredelung werden Schadstoffe und Bakterien aus der Luft gehemmt. Das Reinigen geht ruck zuck, weil sich Kalk und Schmutz nicht so leicht ablagern.

Welcher Effekt kommt jetzt eigentlich durch die Fliesen
zustande?

Durch den luftreinigenden und antibakteriellen Effekt werden Schadstoffe und Bakterien gehemmt, auf der Oberfläche können sich Bakterien kaum absetzen. So funktioniert es auch mit Verschmutzungen oder Kalk, beide haften nicht gut an den Fliesen und können sehr leicht entfernt werden.

erste Reinigung
Schon lange her, die frisch verlegten und verfugten Fliesen.

Der Wohnbericht zum Thema Fliesen

Mittlerweile kann ich über die Theorie hinaus berichten,
denn immerhin wohnen wir seit einigen Monaten in unserem Haus. Geputzt wird
ausschließlich mit natürlichen Reinigungsmitteln, aktuell bin ich ein Fangirl
von Orangenreiniger, vermischt mit Wasser. That´s it. Chemische Produkte zum
Reinigen, welche die Haut reizen und im Nachhinein den Abfluss hinabgespült
werden, kommen bei uns nicht zum Einsatz. Zukünftig steht ohnehin auf der Todo-Liste
Reinigungsmittel selbst herzustellen, bis dahin jedoch wird auf natürliche
Produkte zurückgegriffen. Also worauf wollte ich gerade hinaus, genau, die
Leichtigkeit des Reinigens. Bad und WC sind gefühlt in 15 Minuten super sauber,
über alle Fliesenflächen wird einmal schnell mit einem Tuch drüber gewischt und
es ist alles blitzeblank und riecht obendrein gut nach Orange. Die Wandfliesen darf
man auch nicht mit einem drahtigen Schwämmen oder dergleichen reinigen, es
reicht ein befeuchtetes Tuch, mit dem sich alles gut sauber machen lässt, alles
andere könnte die Fliesen beschädigen. Ich muss auch wirklich hervorheben, dass
ich im Grunde noch nie das Gefühl einer rauen Oberfläche hatte, dass ich von
unserer vorherigen Wohnsituation im Badezimmer kannte. Kalk und Seifenreste
setzen sich normalerweise gerne an der Wand, also an den Fliesen ab, in diesem
Fall ist der Effekt wirklich spürbar. Bei der Badewanne sieht das anders aus,
dort muss man schon etwas mehr schrubben.

Bodenfliesen
Boden- und Wandfliesen lassen sich beide super leicht sauber halten, die graue Farbe lässt außerdem Schmutz nicht so schnell sichtbar werden.

walk in Dusche
Kalkablagerung an den Wänden sind im Grunde nicht vorhanden, den Unterschied dazu sieht man allerdings in der Wanne und am Glas.

Die Bodenfliesen sind natürlich robuster was die Oberfläche
betrifft, diese dürfen mehr geschrubbt werden als die Wandfliesen, nötig ist es
jedoch ebenfalls nicht. Im Vorraum findet man die gleichen Fliesen wie in
unserem Bad vor, da unsere Zufahrt noch nicht fertig ist und dort recht viel
Schotter und Sand rumliegt, tragen wir diesen durch die Schuhe ständig mit
rein. In diesem Bereich erweisen sich die Fliesen ebenfalls als tolle Wahl, sie
zerkratzen überhaupt nicht, lassen sich leicht reinigen und die Farbwahl
reduziert den Schmutz würde ich behaupten.

Über den schnellen Reinigungseffekt sind wir besonders froh,
denn wir sind rechte Bad-Putz Muffel, ich besonders.

Weiter geht´s mit Gerüchen im Bad?!

Durch die Hytect Veredelung entsteht aktivierter Sauerstoff auf der Fliesenoberfläche, daher werden unangenehme Gerüche, die durch Bakterien in der Luft entstehen gefiltert. Hytect aktiviert durch den lichtaktivierten Katalysator Titandioxid einen Luftreinigungsprozess, bei dem Schadstoffe wie z.B. Stickoxide neutralisiert werden. Das Resultat: eine angenehme und frische Raumluft. Es riecht also immer recht gut in unserem Badezimmer, hinzu kommt die luftreinigende Wirkung vom Tonputz und der Tonspachtelung, der ebenfalls luftreinigend und antistatisch ist. Ein paar grüne Pflänzchen sind dann wohl das i-Tüpfelchen.

Fliese gut, alles gut…

… sofern man sich diese von einem*r Professionist*in verlegen
lässt. Zu Beginn, voller Motivation und Euphorie, dachten wir, wir könnten uns
die Fliesen selbst verlegen. Dieser Gedanke wurde sehr schnell wieder verworfen.
Fliesen verlegen muss schon gelernt sein, das sieht einfach so viel leichter
aus als es ist. Der Hannes hat jedoch beim Schneiden der Fliesen etwas
zugearbeitet, dadurch konnten wir auch ein paar Euros sparen und unser Bad
sieht nicht aus als wäre es ein Wunderwasser Werk ;).

Fliesen verlegen für ein ökologisches Badezimmer
Das wär auf alle Fälle nichts für uns gewesen, da kam der Profi zum Einsatz.

Mitarbeit
Der Hannes hat aber fleißig mitgeholfen und keine Angst, alle Finger sind noch dran.

Rohbau
Bin ich froh, dass es nicht mehr so aussieht, aber schon irgendwie schön, wenn man sieht, wie viel passiert ist, im vergangenen Jahr.

Schlichtes Design in Weiß und Grau

Fliesenauswahl
So die Auswahl, bevor die Fliesen verlegt wurden, schlicht und trotzdem mit der gewissen Note, denn die Metrofliesen machen sich wirklich super an der Wand.

Wie immer war auch bei der Fliesenwahl schnell eine
Entscheidung getroffen. Die weißen Metro Fliesen haben uns von Anfang an
besonders gut gefallen, diese kommen übrigens in der Mini-Version noch an die
Küchenwand, es bleibt also nach wie vor spannend. Für den Boden haben wir ein
helleres Grau gewählt, denn dunklere Fliesen lassen jedes Staubkörnchen und
jeden Wasserspritzer schnell in den Blick fallen.  

bodenfliesen
Metrofliesen an den Wänden und quadratische Fliesen in grau für den Boden, Schmutz fällt auf der Farbe so gut wie nicht auf.

Weiter geht es mit der Wanne aus Emaille

Ganz witzig ist die Geschichte zu unserer Badewanne und zum
Waschbecken, wir wollten nämlich eine Emaille Wanne sowie Waschbecken, also ein
Produkt das nicht aus Kunststoff besteht. Das Material wird aus geschmolzenem
Glas und weiteren natürlichen Rohstoffen hergestellt. Durch das Verschmelzen
dieser Materialien, bei sehr hoher Temperatur werden diese miteinander verbunden
und es entsteht ein langlebiges Produkt, das so gut wie unzerstörbar ist. Sollte
mal ein Teil der Oberfläche kaputt gehen, kann mit einer speziellen Emaille Spachtelmasse
ausgebessert werden. Emaille kennt ihr sicher auch aus der Küche, wir haben zum
Beispiel viele Töpfe aus Emaille, die immer wieder vom Flohmarkt mit nach Hause
wandern. Sollte die Badewanne einmal entsorgt werden, dann darf diese einfach
ins Altmetall wandern, dort entsteht dann vielleicht auch wieder eine neue
Wanne oder irgendetwas anderes. Eine super Alternative zu Acryl Wannen also! Aber,
wo ist sie nun die witzige Geschichte? Generell gucken wir bei vielen Dingen
immer zuerst ob wir diese auch gebraucht bekommen. So auch bei der Badewanne,
gesucht und gefunden, genau dieses Modell. Diese wurde verbaut und zwei-dreimal
genutzt, dann wieder ausgebaut, fragt mich nicht warum man so was macht, ich
weiß es nicht. Naja, gut für uns. Denn wir haben eine Badewanne mit unserem
Wunschmaterial zu einem Bruchteil des Preises erhalten. Es wird noch besser,
das Waschbecken, ebenfalls aus Emaille und aus der gleichen Serie – auch Second-Hand
entdeckt, noch verpack im Original Karton.

Was sich sonst noch so in unserem Bad befindet

Eigentlich ging es mir in dem Artikel mehr um die verbauten
Materialien, wie Fliesen, Ton und Wanne. Um aber auch den Rest kurz zu erwähnen,
hier noch ein paar abschließende Worte.

plastikfrei
Wir versuchen im Bad so gut es geht auf Plastik zu verzichten, so gibt es nur noch feste Seifenstücke, Luffaschwämmchen zur Seifenablage, Rasierhobel, Bambus, Glas und bei den Kosmetikprodukten wird auf natürliche Alternativen gesetzt.

Unser DIY Waschtisch aus Bambus

DIY Waschtisch
Einmal Waschtisch aus Bambus bitte!

spiegel
Spiegel aus Bambus

Den Waschtisch haben wir selbst gemacht, der ist ziemlich cool geworden und das Bauen war total simpel. Hierzu gibt es jedoch bald noch ein ausführliches DIY. Wir haben uns für Bambusholz entschieden, generell sind alle Möbel im Bad aus Bambus. Bis auf kleine Bambuspflänzchen im Garten, wächst „richtiger“ Bambus, der zw. 25-40 Meter hoch wachsen kann und einen Durchmesser von bis zu 35 cm erreichen kann vorallem in Indien und China. Das Holz wächst sehr schnell (bis zu einem Meter pro Tag!), aufgrund des schnellen Wachstums bindet Bambus sehr viel mehr CO2 als ein Baum in unseren Breitengraden, nach dem Fällen stirb diese außerdem nicht ab, sondern entwickelt neue Triebe. Wer noch gerne etwas mehr zum Thema Bambus erfahren möchte, in diesem Instagram-Beitrag habe ich das Holz noch etwas genauer thematisiert.

Bambusmöbel
Bambus ist ein extrem schnell wachsender Rohstoff, unser gesamtes Bad ist mit Möbeln aus Bambus ausgestattet, gehört für uns in ein ökologisches Badezimmer mit dazu.

Kunststofffrei
durchs Badezimmer

Das Thema Nachhaltigkeit hat bei mir mit der Beschäftigung von Baumaterialien und generell dem Thema Hausbau, auch im alltäglichen Leben immer mehr an Bedeutung gewonnen. Seit wir vor einigen Monaten eingezogen sind, verwenden wir nur noch feste Seife im Badezimmer, außer meine Haare brauchen ab und an eine Pause vom festen Shampoo. Der Rasierer wurde durch einen Rasierhobel ersetzt, die Zahnseide gibt es im Glas und bei allen anderen Kosmetikprodukten wird auf natürliche Alternativen gesetzt. Das Einzige womit ich mich nicht ganz anfreunden kann, sind Zahnbürsten aus Holz oder Bambus, die sind mir irgendwie alle zu weich, aber hier findet sich sicher auch bald die passende Alternative.

Was noch fehlt ist der Duschvorhang, hier darf bald ein Duschvorhang aus Leinen oder Baumwolle einziehen, dazu aber bald mehr.

Fazit zum Thema ökologisches Badezimmer

Ich habe versucht so gut wie möglich einen Einblick in unser Badezimmer zu zeigen, das Thema ökologisches Badezimmer kann meiner Meinung nur bedingt erfüllt werden. Denn auch der nachhaltige Gedanke spielt eine Rolle, gewisse Maßnahmen sollten so getroffen werden, dass im Fall der Fälle kein Bauschaden entsteht. Ich bin wie immer offen für Inputs und andere Meinungen und freue mich auf Nachrichten und Austausch. Mein Tipp für ein Badezimmer das so öko und nachhaltig sein soll wie nur möglich ist die Beschäftigung mit den Materialien die ihr verbaut, sucht nach Alternativen auch in kleinen Bereichen, wie zum Beispiel beim Duschvorhang, hier kann super leicht auf einen natürliche Stoff zurück gegriffen werden und wenn ihr euch bereits an diesem Punkt des "Gedanken-machens" befindet ist schon ganz viel passiert! Erzählt doch gerne mal über eure Ambitionen zum Thema ökologisches Badezimmer. Ich freue mich drauf!

Bis bald und alles Liebe,
eure Andrea

Linkliste zum Thema ökologisches Badezimmer

Unsere Fliesen haben wir hier entdeckt: Hygiene-Fliesen
Noch mehr Infos zu den Fliesen sowie ein Blick hinter die Kulissen, als wir diese verbaut haben: Zum Story-Highlight
Unser Bambus-Badezimmertisch DIY: Zum Beitrag

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