2. September 2018Keine Kommentare

Interview: Von der Idee zum Einreichplan

Im Gespräch mit unserem Nachhaltigkeitsexperten.

Um die Idee von Nachhaltigkeit und die nötigen Wohnraumanforderungen unter ein Dach zu bringen braucht es natürlich hier und dort so einige Experten. Da haben wir doch gleich mal unseren Architekten Christoph Wiesmayr zu einem netten Gespräch eingeladen. Dieser hat uns bis hin zum Einreichplan unterstützt. Es wurde über so einiges geplaudert:

Erzähl doch mal über deine Person und deine Projekte ein wenig.

Ich bin auf einem bäuerlichen Anwesen als ältester Sohn der letzten Berufsdonaufischerfamilie im Linzer Osten aufgewachsen. In meiner Studienzeit hab ich erst so wirklich verstanden, welche Besonderheit dieses Kleinod in einer mittlerweile von Industrie- und Gewerbe dominierten Landschaft birgt. Ich hab die Diplomarbeit meiner Heimat und meiner Familie gewidmet. Im Nachhinein, für mich, ein wertvoller Grundstein, aus dem vieles entstanden ist. Beispielsweise mein Verein „Schwemmland“, diverse Gemeinschaftsgartenprojekte, der „Hafengarten“, das „Treib.Gut“-Magazin, als auch zahlreiche Interventionen und Veranstaltungen in diesem fast gänzlich versiegelten Stadtgebiet sind seither daraus entstanden.

Ich wollte als Student eigentlich ein internationales Stadtenwicklungsprojekt beackern, doch der Blick mittels Google-Earth 2007 auf mein Zuhause und zermürbende Büroarbeit an globalen Immobilienblasen war der Auslöser, meine Energie zukünftig auf mein Zuhause zu lenken. Ich stellte mir die Frage, wie ich mich als Architekt engagieren, und die kleinbäuerliche Struktur meiner Familie erhalten kann, welche schon mehr als 500 Jahre existiert. Folgendes Zitat von Che Guevara zu Jean Ziegler während der ersten Weltzuckerkonferenz 1964 in Genf, kommt mir dabei öfter in den Sinn:

„Hier ist das Gehirn des Monsters, hier bist du geboren, hier musst du kämpfen!“

Du beschäftigst dich also sehr viel mit dem Thema Ökologie in der Architektur und deinen Projekten, wie kam es dazu?

Es war die Zeit um das Jahr 2008, als Lehman-Brothers insolvent gingen und die Finanzkrise ausgelöst hatten. Gleichzeitig waren Politik- wie auch Lebensmittelskandale als auch der „Klimawandel“ durch Michael Moore oder Al Gore stark in den Medien vertreten. Dies waren Auslöser, für mich als Student für ein Umdenken in meinem Werteverständnis sowie meiner Weltanschauung. Schon während meiner Grazer Studienassitenzzeit bei Prof. Klaus Loenhart waren ökologische Themen in der „Architektur- und Landschaftsplanung“ präsent. Nebenbei erwähnt, interessiere ich mich für daoistische uns ganzheitliche Sichtweisen auf unsere Welt.

Passivhaus, Biogasgewinnung, Vertical-Farming, Biologische Landwirtschaft waren bald „en vogue“ geworden. Persönlich konnte ich schon früh Wissen zu Passivhausplanung in diversen Architekturbüros aneignen. Gegenwärtig, und nachdem ich längere Zeit in einem Passivhaus gewohnt habe, relativiert sich meine Euphorie für das Passivhaus. Die Problematik der geringen Luftfeuchte durch kontrollierte Wohnraumlüftung hat meine Atemwege ausgetrocknet und ich bin öfter erkrankt. Auch der hohe Material- und graue Energieaufwand sprechen nicht für ein nachhaltiges Konzept. Ich verfolge ein angemesseneres und ressourcenschonenderes Bauen.

Unsere Architekt

Christoph Wiesmayr bei der Arbeit

 

Nach dem Studium wollte ich meinen Weg als „Grüner Architekt“ fortführen. Dabei war es mir wichtig, nicht oberflächlich zu arbeiten. Schöne grüne Renderbilder, also gefakte Architekturen zu erzeugen, die am Ende nur fürs Auge, und schlussendlich (meist aus Kostengründen) nie realisiert werden. Wie es leider oft der Fall ist. Ich wollte meine Sache ernst nehmen und wissen wie es funktioniert. Darum habe ich mich bald mit diversen autarken Energiesystemen beschäftigt. Habe kleine Aquaponicanlagen, oder auch eine begrünte Wand für ein Asialokal selbst geplant und gebaut. Weiters habe ich mich intensiv mit Permakultur und Gemüseanbau in Gemeinschaftsgärten beschäftigt. Welche Pflanzen und welche Bewässerungstechniken für den jeweiligen Standort nötig sind, sind für eine richtige Planung relevant. Aktuell beschäftige ich mich nebst meiner Studienassistenz an der Kunstuniversität in Linz (BASEHABITAT), auch persönlich für diverse Bauaufgaben, die intensiver mit Holz- und Lehmbau zu tun haben. Hier gibt es noch enormes Entwicklungspotential. Lehm und Holz ergänzen sich besonders gut für ein behaglicheres Raumklima.

Wie denkst du über Wohnraum? Wie sieht der ideale Wohnraum für dich aus. Aktuell gibt es immer wieder Diskussionen wie viel Wohnraum man wirklich zum Leben braucht und ständig poppen neue Projekte mit Alternativen auf.

In Zeiten wo sich die Schere zwischen Reich und Arm weiter aufspannt, fehlen noch die richtigen Lösungen und flächendeckende Angebote für jene, die nicht in Besitz von Immobilienkapital sind. Das aktuelle System klammert sich noch zu sehr an tradierte Muster. Besonders Banken halten immer noch das Bild vom „Einfamilienhaus im Grünen“ hoch und geben sich als die Wohnbauexperten aus. Und jeder möchte sein Heim so bauen wie Hermann Maier. Und so sieht auch unsere Umwelt aus! Resultat sind überschuldete und zerstörte Familienstrukturen, Landschaftsverschandelung und -Versiegelung auf „hohem Niveau“, enormer Flächenverbrauch, ausgestorbene Stadtkerne und die Tristesse am Land hat Einzug gehalten.

Wie ich beobachte haben es Co-housingprojekte schwer in die Gänge zu kommen, weil Flächenwidmung und politische- wie auch wirtschaftliche Interessen oft dagegen halten. Es gibt nur wenige Beispiele wo es klappt. Pioniere wie etwa Eilfried Huth in den 60er Jahren mit seinen partizipativen Wohnbauprojekten, oder Fritz Matzinger´s „nachbarschaftliche Wohnprojekte“ sowie die „Sargfabrik“ in Wien sind tolle Referenzen, auf die man weiter aufbauen sollte. Aber es braucht dazu mutige und ausdauernde Klienten sowie Architekten. Aktuell ist das Projekt „Willy*Fred“ auch schon über die Linzer Stadtgrenzen bekannt geworden, dabei konnte man eine Immobilie „vom Markt“ abkaufen und für lange Zeit leistbare Mieten für die Bewohner sicherstellen.

Wie viel kann man wirklich mit Architektur gegen die globale Klimaerwärmung beitragen? Was gibt es zu bedenken? Und welche Maßnahmen können gesetzt werden?

Fassaden und Dachbegrünung – kühlt das Haus ohne technischen Mehraufwand! Grünraumressourcen erhalten und schonen. Kein Polystyrol als Dämmung verwenden! Kurze Wege; Arbeiten dort, wo man wohnt. Geringes und optimiertes Raumvolumen schaffen. Gemeinschaftswohnformen attraktiv gestalten! Alternative Versorgungssysteme; autarke Trinkwasser und Abwassersysteme. Mit aktuellen Baugesetzen leider ein schwieriges Unterfangen. Optimale Nachnutzung von Bestand!

Es reicht nicht nur ein paar Solarzellen an sein Haus zu kleben. Less is more! Die wertvolle Humusschicht beim Hausbau nicht entsorgen lassen! Überlegen ob ein Keller oder ein Walmdach wirklich nötig ist. Beton- und Asphaltierungsmaßnahmen reduzieren, bzw. vermeiden! Eingeschoßige Megalogistikobjekte am Land vermeiden. Biomärkte mit Lebensmittelanbauflächen am Dach entwickeln! ….. die Liste ist lang!

Was würdest du zum Thema Baustoffe sagen, auch bei unserem Projekt hast du uns ja immer empfohlen auf natürliche Baustoffe zurück zugreifen. Vielleicht kannst du dazu etwas sagen?

Was mir wichtig ist: Ökologisch bauen hat mit „Hippiearchitektur“ nichts mehr am Hut. Leben in beengten und miefigen Wohnwägen, insektenbefallene Wände, aufwendige Strohballenkonstruktionen sind für mich Geschichte. Wir sind mittlerweile längst technologisch um viele Schritte weiter. Bei Lehm, Holz, und Stroh gibt es neue, leichtere und sinnvolle Einsatzmöglichkeiten. Weiters bin ich ein Verfechter von „LOW-TECH“. Gegenwärtig wird das „Smart-Home“ Konzept als zukunftsweisend proklamiert. Jedoch glaube ich, dass wir uns als mündige Menschen nicht zu sehr von technischen Hilfsmitteln abhängig machen müssen. Ich setze bei meinen Klientinnen schon frühzeitig an, sich die grundsätzliche Fragen zu stellen. Besonders bei eurem Projekt in St. Gotthard finde ich es höchst sympathisch, den Grundanforderungen des „Wohnens“ nachzugehen.

Leute wie ihr, die sich intensiv mit ökologischen Bauen und aktuellen Entwicklungen interessieren sind mir ein Geschenk. Bei einem Punkt waren wir völlig d'accord; dass wir keine Styropordämmung verwenden werden. Das Bauen mit „WDV“ (Wärmedämmverbundsystem) auf Mineral-Erdölbasis (EPS, XPS... udgl.) sehe ich als Verbrechen an unsere Nach- und Umwelt!
Ihr habt euch lange Zeit intensiv über Strohballenbauweise informiert und damit befasst. Stroh als ein Urprodukt, das regional anfällt, sinnvoll einzusetzen war ein Grundanliegen von euch. Das ich natürlich voll unterstütze. Jedoch gibt es dabei logistische und technische Schwierigkeiten mit den sehr voluminösen und schweren Strohballen auf einem kleinen Grundstück zurechtzukommen. Zum Glück seid ihr dann auf ISO-Stroh Einblasdämmung gekommen. Diese weiterentwickelte Nutzform aus 100% Strohdämmung ist für mich zukunftsweisend und würde ich gerne für weitere Projekte einsetzen.

Zudem habt ihr euch für eine autonome Heizform entschieden. Mit Holz zu heizen ist nichts Verwerfliches, wenn man es nur sinnvoll und effektiv einsetzt. Andrea hat eine Allergie und dabei ist ein Kachelofen mit schlichtem Retrodesign die absolut richtige Lösung für euch. Ich habe euer Haus bewusst kompakt gehalten und den Ofen zentral platziert, sodass alle Wohnräume direkt oder indirekt beheizt werden. Das Schöne an Kachelöfen ist, dass er Wärme für längere Zeit speichert und für ein angenehmes Wohnraumklima sorgt, als vergleichsweise ein schlichter Holzstückofen mit höherem Masseverbrauch oder eine Fußbodenheizung, die das Staubproblem fördert. Also hat eure Heizung auch einen geringeren CO2 Ausstoß. Mit Holz zu heizen ist unter anderem ein höchst archaisches, elementares, sinnliches, sowie bewusstes Erlebnis. Man weiß einfach wo es herkommt. Im Gegensatz zu Gas aus irgendeiner Leitung. Falls nötig, ist ein zusätzliches Aufrüsten mit Photovoltaik ja immer noch möglich.

Eine Frage auch noch zu unserem Projekt. Unser Anspruch war es ja ein möglichst nachhaltiges Haus zu planen, immer aber mit dem Gedanken an die Budget Frage. Wie bist du an das Ganze herangegangen?

Nachhaltigkeit ist für mich mittlerweile zu einer beliebigen Floskel geworden. Für mich ist es eher die Summe von Entscheidungsprozessen die zu einer Nachhaltigkeit führen können. Wie zuvor schon erwähnt, hab ich euer Haus sehr platzsparend auf 104 Quadratmeter Nutzfläche konzipiert. Es gibt auch keinen Keller und keine unnötig aufwendigen Hangsteinmauern. Die Herausforderung im Entwurf war euer Haus optimal ohne große Erdarbeiten in schwieriger Hanglage zu platzieren. Das Grundstück mit bis zu 50% Gefälle und Gegengefälle war schwierig in den Griff zu bekommen. Ich habe dafür extra ein Arbeitsmodell und eine 3D Simulation angefertigt, um zu sehen, wie es sich mit dem Verschneiden der Ebenen verhält. Die Ausrichtung nach Süden mit Blick auf die Voralpen, mit konstruktivem Sonnenschutz lag auf der Hand. Meine Idee war es von der Zufahrtsstraße aus parken zu können und direkten Zugang zu den Wohnräumen zu ermöglichen. Prinzipiell hab ich das Haus als auskragende Holzschatulle auf Metallstützen mit minimalem Fundamentaufwand konzipiert. Ein Bodengutachten wegen „Feststoffverlagerung am Hang“ und die Vorstatik waren für die weitere Planung unerlässlich. Der Erdaushub wird vor Ort weiterverwendet und Regenwasser wird für den Garten gesammelt. Ich freue mich schon wenn es endlich los geht und wünsche Euch alles Gute für die Bauphase!

Danke lieber Christoph für deine Antworten!

Wie es mit der Detailplanung, Statik usw. weiterging, die von DPM Holzdesign mit größter Profession ausgeführt wurde, lassen wir euch bald in einem weiteren Artikel wissen.

Bis dahin alles Gute und bis bald!


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24. Juli 2018Keine Kommentare

Strohbauplatte – Interview iStraw

Für unseren Wandaufbau im Innenraum haben wir einen tollen Partner gefunden – iStraw. Was die Strohbauplatte so zu bieten hat gibts hier zu lesen.

Strohbauplatte, Einblasdämmung

Anstelle von herkömmlichen Gipskartonplatten die oft ein unbehagliches Raumklima verursachen, haben wir für uns die Strohbauplatten von iStraw entdeckt. Die Gelegenheit haben wir gleich genutzt um ein exklusives Interview mit dem Inhaber Marcel Burgstaller von iStraw zu führen. Dieser ist für den Vertrieb und die Weiterentwicklung der Strohbauplatten zuständig. 

Mal sehen was er so zu sagen hat:

Hallo Marcel, erzähl uns doch mal wer du bist und was genau iStraw ist?

Wer ich bin? (lacht). Ich bin Stahlbetonbauer, Bautechniker und Innovationsmanager. Selbst würde ich mich nicht als den klassischen Öko bezeichnen. Ich finde es einfach gut und vor allem wichtig mit einem nachhaltigen Anspruch an ein Bauvorhaben heranzutreten. Ökologische Baustoffe müssen in einem konventionellen Baufeld funktionieren und massenhaft Verwendung finden um eine positive Wirkung auf unsere Umwelt zu haben. Projektlösungen sollten sich an der baulichen Realität orientieren, ansonsten werden diese niemals eine große Verbreitung finden.

Bei iStraw - Stroh in Bestform entwickeln und vertreiben wir zusammen mit Kooperationspartnern Baulösungen auf Basis von Stroh. Mit dem Ziel eine breite Masse mit unseren Produkten zu erreichen. Das schaffen wir wiederum durch leichte Verarbeitbarkeit und sichere Verfügbarkeit unserer Produkte.

Wie kam der Gedanke, dass du dich genau auf Stroh spezialisierst?

Ganz einfach: Stroh ist einer der nachhaltigsten und am weitesten verfügbaren Rohstoffe überhaupt. Aufgrund der geringen Anwendungsmöglichkeiten bleibt viel Stroh bei der Ernte übrig, bei dem man nicht so genau weiß, was man damit anfangen soll. Da im Baubereich große Mengen benötigt werden liegt der Einsatz von Stroh also nahe.

Kommen wir zur Strohbauplatte. Du hast es dir also zur Aufgabe gemacht als exklusiver Vertriebspartner diese in einem konventionellen Baufeld zu platzieren?

Ganz genau. Im Zuge eines ökologischen Bauprojektes 2006 habe ich diese entdeckt, bzw. fand ich bereits im Vorfeld die Anwendung von Strohbauplatten sinnvoll. Als Ersatz für die Gipsplatte sprechen gleich zwei wichtige Punkte für den Einsatz der Strohbauplatten. Gips sorgt oft für ein unbehagliches Raumluftklima und sorgt für große Probleme in der Entsorgung. Diese können durch eine komplett ökologische Lösung mit den Strohbauplatten ausgeschlossen werden.

Da drängen sich gleich mehrere Fragen auf. Du meintest gerade du kanntest die Strohbauplatten schon vor dem Bauprojekt 2006. Wie lange gibt es diese bereits?

Die Strohbauplatten gibt es mittlerweile richtig lange. Sie wurden ca. um 1930 in Schweden entwickelt. Aufgrund der geringen Holzbestände in England wurden die Strohbauplatten im sozialen Wohnungsbau oder für Schulen in England massenhaft verarbeitet. Erst in den 60er Jahren wurden sie von Gipskartonplatten weitestgehend verdrängt.

Die Strohbauplatte die iStraw vertreibt, wird von der Firma Ekopanely in der Tschechien produziert und exklusiv von uns als Vertriebspartner vermittelt.

Du hast auch die Raumluft angesprochen, was hat es damit auf sich? Welchen Mehrwert gibt die Strohbauplatte?

Bei den Strohbauplatten verhält es sich durch die organische Faserstruktur so, dass sie durch ihr Sorbtionsverhalten eine sehr positive Raumluftwirkung erzeugt und zudem auch sehr gut den Schall dämmt. Mehrere Studien konnten belegen, dass die Strohbauplatten durch das gute Sorbtionsverhalten die Raumluftfeuchte positiv beeinflussen.

Ist die Strohbauplatte zu 100% abbaubar?

Kann man so sagen. Der Klebstoff mit dem diese nur im äußeren Bereich verklebt wird macht nur ein Prozent des Produktes aus. Als Klebstoff wird Weißleim verwendet, wobei nach dem Pressen der Platte keinerlei Emissionen nachweisbar sind. Beim Innenleben der Platten handelt es sich ausschließlich um verpresstes Stroh.

Wie sieht es mit der Verarbeitung der Strohbauplatten aus? Sind diese leicht zu verbauen? Kann einfach wie gewohnt verputzt werden?

Der Einbau der Platte ist sehr einfach und ist auf jeden Fall durch Laien möglich. Die Strohbauplatten sind mit den meisten Maschinen leicht zu bearbeiten und können einfach auf die gewünschte Größe in Form geschnitten werden. Eine technische Dokumentation gibt es außerdem auf unserer Website und in Kürze wird es dazu auch Videomaterial geben. Ebenso einfach verhält es sich mit dem Verputzen. Die Strohbauplatte kann mit allen gängigen Oberflächenmaterialien bearbeitet werden. Hier besteht kein Unterschied zu Gipskarton.

Wie verhält es sich im Vergleich zu Gipskartonplatten mit den Kosten?

Die Strohbauplatten als solche sind an sich etwas teurer. Die Verarbeitung jedoch ist wesentlich schneller und einfacher durchzuführen. Dadurch liegen die Strohbauplatten mit vergleichbaren Gipskartonplatten in einem entsprechenden Kostenbereich.

Zum Abschluss noch eine Frage die zwar zum Teil schon beantwortet wurde: Was sind die Vorteile von Strohbauplatten?

Sie sind ökologisch, haben besonders gute Schalldämmeigenschaften und keinerlei Auswirkung auf die Umwelt. Die Strohbauplatten können ohne Probleme entsorgt, ja sogar kompostiert werden. Sie enthalten nur einen sehr geringen Anteil an Klebstoff der nur für die Decklage verwendet wird. Der Kern selbst ist nur gepresst. Durch die individuelle Konfiguration auf die Baustellenanforderung hin ist der Einbau schnell und einfach realisierbar. Ich bekomme oft die Frage gestellt wie es mit dem Brandverhalten aussieht. An diesem Punkt kann ich jedoch alle Befürchtungen verneinen, da es sich durch die Verdichtung im Grunde selbst schützt und dem Feuer ein hoher Widerstand entgegensetzt wird.

Vielen Dank für das nette Interview. Falls du noch abschließend etwas anmerken möchtest sehr gerne. Ansonsten freuen wir uns schon, wenn die Platte im September in unserem Haus zum Einsatz kommt.

Die Strohbauplatte ist auf jeden Fall ein Produkt für Menschen die bewusst leben und innerhalb eines vorzüglichen Raumluftklimas wohnen wollen. Der Schutz der Umwelt ist ein wichtiger Aspekt, jedoch ist für die meisten Menschen ein behagliches Wohnumfeld DER entscheidende Faktor für den Einsatz eines bestimmten Baumaterials. Wer sich also besonders wohlfühlen will in den eigenen vier Wänden dem kann ich unsere Strohbauplatten sehr ans Herzen legen.

zur iStraw Website


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