3. Juni 20184 Comments

Der Winter kann kommen – Ein Kachelofen für zuhause

Ein wohlig warmes zuhause im Winter ist ein absolutes Muss.

Wir wollen unser zukünftiges zuhause mit einem Kachelofen beheizen, wie das funktioniert erzählen wir dir in diesem Beitrag. Natürlich wie immer mit dem Anspruch einen ökologischen Fußabdruck zu hinterlassen.

Heizen mit einem Kachelofen

Die Frage wie wir unser zukünftiges Haus am besten beheizen, beschäftigt uns nun schon seit längerem. Unser Anspruch ist wie immer möglichst kosteneffizient und nachhaltig unsere vier Wände zukünftig zu beheizen.

Nach einiger Recherchearbeit sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass ein Grundofen die beste Lösung für den geplanten Wohnraum ist. Gemeinsam mit unserem Architekten haben wir lange herum getüftelt. Schließlich haben wir ein Wohnraumkonzept entwickelt, in dem mit einem zentral gelegenen Ofen alle Räume gut beheizt werden können. Ohne zusätzliche Heizkörper und Rohre zu benötigen. Yeah!

Platzierung und Optik

Der Kachelofen wird zentral im offenen Wohn- und Esszimmer platziert. Dem Kuscheln auf der Couch, mit knisterndem Kaminfeuer sollte zukünftig also nichts im Wege stehen.

Optisch soll der Ofen eine moderne Quader Form bekommen, also sehr schlicht. Außen wird der Ofen mit grünen, handgemachten Keramikfliesen bestückt. Durch die Handarbeit und das Brennen der Fliesen, bekommen diese eine individuelle, optische Note. Die Fliesen sehen aber nicht nur edel aus, sondern speichern die Wärme im Verhältnis zu anderen herkömmlichen Fließen viel länger. Ein Sichtfenster darf natürlich nicht fehlen, denn was gibt es Entspannenderes als in einer verschneiten Nacht vor dem Feuer zu sitzen. Oh ja die Vorfreude ist lesbar. Ob wir uns einen Pizzabackofen gönnen wissen wir noch nicht, aber das wird sich bald weisen.

Pro und Kontra für einen Ofen als einziges Heizsystem

Anfangs hatten wir Bedenken ob der Aufwand zu hoch ist, immerhin muss täglich Holz geholt und mehrmals geheizt werden (dachten wir zumindest). Nicht zu vergessen ist auch das jährliche Holz kaufen und stapeln im Außenbereich des Hauses. Die Realität sieht anders aus, wie uns der erste Termin beim Hafnermeister bewies. Die Kachel- und Grundöfen sind in ihrer Entwicklung so weit vorangeschritten, dass dieser in seiner Funktion einmal täglich mit zwei Jahre getrocknetem Holz beheizt werden muss. Und das war´s auch schon, einmal im Jahr wird das Holzlager aufgefüllt, einmal täglich eingeheizt und die Wärme wird bis zu 24 Stunden gespeichert. Durch ein im Ofen integriertes Verschlusssystem, muss auch nach dem Einheizen nicht gewartet werden. Einfach Holz rein, anzünden und schon kann auch das Haus verlassen werden. Das Holz bekommen wir von einem Bauern unmittelbar aus unserer Umgebung direkt nach Hause geliefert und müssen uns nicht um den Transport kümmern.

Die natürlichste Form zu heizen

Wir verzichten auf aufwändige Installationen, die anfällig sind und eventuell nach einigen Jahren kostspielige Reparaturen benötigen. Außerdem gibt ein Kachelofen eine besonders angenehme und wohlige Wärme ab, die in kalten Tagen das Wohnerlebnis aufwertet.

Allergiker geeignet

Zuletzt noch ein nicht unrelevanter Punkt. Ich habe leider mit einer leichten Hausstauballergie zu kämpfen, was in den Wintermonaten immer eine verschnupfte Nase bedeutet, da durch die Heizung die Luft mehr herumgewirbelt wird. Mein erster Gedanke war verständlicherweise, bei einem Kachelofen der, dass der Schnupfen im Winter noch mehr wird. Aber ganz im Gegenteil. Der Kachelofen, so wie wir ihn geplant haben, ist nicht luftführend. Das heißt die Wärme, die dieser abgibt, ist mit einer Art Strahlung vergleichbar. Die Wärme wird vom Ofen abgegeben, in dem dieser sie ausstrahlt, was wiederum zu behaglicher Wärme führt. Anders könnte man den Ofen luftführend bauen, wobei hierbei erhöhte Staubbelastung zu verzeichnen ist.

Vorfreude ist die schönste Freude

Wir sind schon gespannt ob unsere Hunde dann lieber vorm Kachelofen die Nacht verbringen, als bei uns im Schlafzimmer zu schlafen (die Chance auf mehr Platz im Bett - Juhuu). Auf jeden Fall freuen wir uns bereits auf den kommenden Winter dieses Jahr und sind voll motiviert.

Wir halten euch am Laufenden wie es mit unserem Ofen Kauf weitergeht. Einstweilen, bis bald.


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27. Mai 2018Keine Kommentare

Wie alles begann. Die Entscheidung zum eigenen Haus

Die Entscheidung zum eigenen Haus.

Wie es überhaupt zu dem Entschluss und der Entscheidung zum eigenen Haus gekommen ist, ein eigenes Haus zu bauen, das will ich in diesem Artikel mit dir teilen! Viel Freude beim Lesen.

Wie alles begann…

Vor ungefähr zwei Jahren haben wir den Entschluss gefasst ein eigenes Haus zu bauen. Die unterschiedlichsten Grundstücke, Orte und eine Bandbreite an möglichen Bauformen sind uns dabei untergekommen. Schnell war klar, dass so ein Vorhaben Zeit und Geduld benötigt. Wir haben den perfekten Platz zum Wohnen gefunden und stehen kurz vor der Verwirklichung unseres Projektes.

Entscheidungen und Hürden

Dass solche eine Entscheidung zum eigenen Haus einige Hürden beinhaltet ist klar, was uns auf dem Weg dorthin so alles begegnet ist, wollen wir mit dir teilen!

Zu allererst also die Frage: Warum haben wir uns entschieden ein eigenes Haus zu bauen? Ganz einfach, wir lieben den Gedanken vom eigenen Zuhause und freuen uns auf die Herausforderung etwas Neues zu schaffen. Und das alles mit einem ökologischen Fußabdruck. Die Stadt und ein urbanes Lebensgefühl sind uns wichtig, aber die Natur in unmittelbarer Umgebung wollen wir nicht missen. Also haben wir uns entschieden ein eigenes Haus zu bauen und ganz nach unseren Bedürfnissen zu realisieren. Eine neue Herausforderung (Juhuu).

Das richtige Grundstück finden

Ob im Grünen, in der Stadt oder in einem Hausboot am Fluss, wichtig ist es die persönlichen Anforderungen an das Eigenheim herauszufinden. Am besten funktioniert das mit einem Glas Wein, Zettel und Stift, schreib einfach auf was dir wichtig ist!

Für uns primär war die Nähe zur Stadt, da wir dort unser Studio haben und fast täglich hin und her pendeln. Der Weg mit dem Auto sollte also nicht zu weit sein. Weil es oft ziemlich staut, vor allem morgens und abends war für uns das öffentliche Verkehrsnetz ein weiterer wichtiger Entscheidungspunkt.

Wo die Zukunft verbringen?

Und weiter geht es weiter in der Liste. Wo will ich denn eigentlich meine Zukunft verbringen? Wald und Wiesen, Sonne und eine ruhige Umgebung, das waren unsere Wunschgedanken. Die mit etwas Geduld bei der Suche realisierbar sind. In diesen Punkten wollten wir keine Abstriche machen. Da wir viel Zeit draußen verbringen und vor allem für unsere Hunde ist ein Spaziergang im Wald und eine Umgebung zum Laufen bedeutend. Zu Beginn wollten wir ein Grundstück ohne Gefälle, da ein Hang sehr kostenintensiv in der Bebauung ist. Es stellte sich jedoch heraus, dass dieser Grundstücks-Wunsch mit der Nähe zur Stadt unseren finanziellen Rahmen weit überschreiten würde. Nach vielen schönen Ausflügen und der Besichtigung diverser Immobilien haben wir nun das ideale Plätzchen zu einem fairen Preis gefunden. Einen sonnigen Südhang in Stadtnähe. Mittlerweile haben wir uns auch total mit dem Gedanken eines Hangbaus angefreundet. Ein flaches Grundstück würde für uns nicht mehr in Frage kommen.

Am besten bei allen Wetterlagen und Jahreszeiten ansehen

Mit dem tatsächlichen Kauf ließen wir uns Zeit, wir fuhren bei allen Wetterlagen und Tageszeiten immer wieder zu unserem neuen Lieblingsplatz. Diese Phase ist sehr, sehr wichtig, ein Grundstück kann bei Sonnenschein wunderschön sein, vielleicht fühlt man sich bei anderen Wetterlagen aber einfach nicht wohl. Daher unser Tipp: Nimm dir die Zeit und besuche deinen Grund immer und immer wieder bevor du es kaufst. Mach dir ebenso Gedanken darüber wie die Sonne im Winter und im Sommer auf das Gelände fällt.

Die Nachbarn kennen lernen

Wenn all diese Punkte in der Liste passen, gibt es noch eine entscheidende Hürde, die Nachbarn. Wir hatten einige Immobilien auf dem Radar, die uns zwar von der Lage super gefallen hätten, aber bereits bei der Besichtigung ein ungutes Gefühl mit den Nachbarn aufkam. Bei so einem Gefühl kann ich nur empfehlen: Finger weg und weiter suchen. Versuche deine zukünftigen Nachbarn kennen zu lernen und vertraue auf dein Bauchgefühl, diese Menschen werden sich in Zukunft immer in deiner Umgebung befinden.

Unser place to be

Unser place to be wurde gefunden, ein Südhang mit sonniger Lage, einem tollen Ausblick, die Nähe zur Stadt, der Option des öffentlichen Verkehrsnetzes und mit netten Menschen in der Umgebung. Die Entscheidung zum eigenen Haus war auf jeden Fall die richtige und wir freuen uns schon auf den Baubeginn im August 2018.


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27. Mai 20184 Comments

Bauen mit Stroh. Wir bauen ein Haus aus Stroh

Nachhaltigkeit und ein gesundes Wohnraumklima stehen bei uns an erster Stelle. Darum gilt für uns: Bauen mit Stroh

Deshalb streben wir so weit wie nur möglich ein ökologisches Bau- und Wohnraumkonzept an. Wie es uns dabei geht erfährst du wöchentlich in unserem Blog. Heute geht es um das Thema Bauen mit Stroh.

Das Grundkonzept

In Bauen MIT dem Hang habe ich bereits von unserer Entscheidung einer optisch schwebenden Wohnbox geschrieben. Dazu bauen wir unser Haus auf einer Stützenkonstruktion (sogenannten Piloten), die auf einem Bohrpfahlfundament gegründet wird. Die Wohnbox, die von den Piloten getragen wird, wird mit einem Holzriegel Bau angefertigt. Anschließend wird Stroh eingeblasen und Bodenplatte, Wohnraum und Dachkonstruktion gedämmt. Im Innenraum sorgen wir mit einer Lehmverputzung für angenehmes und frisches Wohnraumklima.

Wie soll eine Dämmung aus Stroh funktionieren?

Die meisten fragen sich jetzt wahrscheinlich wie denn eine Dämmung mit Stroh funktionieren soll. Bisher sind uns viele Vorurteile gegenüber dem Material begegnet wie etwa „Das brennt doch super schnell“, „Da werden sich die Nager und Insekten freuen“, „Fängt das nicht zu schimmeln an“ usw. All diese Fragen können wir mit Gewissheit verneinen. In diesem Artikel schreibe ich darüber warum der Dämmstoff so interessant ist.

Dämmen mit ISO-Stroh

Unser Haus dämmen wir mit ISO-Stroh. Dabei handelt es sich um eine Einblasdämmung aus 100 % Weizenstroh (Oh ja das gibt es, aber erst seit Kurzem). Weder Salze noch Brand Hemmer sind dem Stroh beigefügt, es wird nicht mit Glyphosat behandelt und der Konsument profitiert von regionaler Produktion. Das Stroh enthält von Natur aus Silikate und deshalb ist auch die Entflammbarkeit ganz natürlich herabgesetzt. ISO-Stroh wird in seiner reinsten Form ohne chemische Mittel gegen Schimmel oder dergleichen verarbeitet.

Keine Angst vor Insekten, Nagern und Feuer

Insekten oder Nagetiere sind kein Thema, da Stroh absolut keine Nährstoffe besitzt und deshalb als Futter für Tiere nicht in Frage kommt. Zu Testzwecken haben die Produzenten von ISO-Stroh diverse Brandversuche durchgeführt, dabei bildet sich eine schützende Kohleschicht, welche sogar wirksam vor der Hitze und dem Feuer isoliert. Außerdem glimmt das Stroh nur kurz nach und wäre demnach schnell löschbar.

Die Weiterentwicklung des Strohballenbaus

Unsere ursprüngliche Idee war es, mit Strohballen zu bauen, was sehr zeitaufwendig, wetterabhängig und anstrengend ist. In ISO-Stroh haben wir einen zuverlässigen Partner gefunden. Die Dämmung in der Form wurde erst im Jahr 2017 zertifiziert und kommt bereits bei vielen Wohnbauprojekten zu Einsatz.

Das Wohnraumklima mit ISO-Stroh

Vor kurzem waren wir zu Besuch in einem mit Stroh gedämmten Haus und lehmverputzten Wänden – das Wohnraumklima ist unvergleichbar, sogar ohne zu lüften hast du beim Eintreten immer das Gefühl von frischer, wohlriechender Luft. Und das Tolle daran ist, dass Stroh im Grunde genommen ein Abfallprodukt ist, das nach der Getreideernte überflüssig wird.

Wir sind absolut überzeugt von einem Haus aus Stroh und freuen uns auf unseren baldigen Baubeginn. Falls du mehr zum Thema Bauen mit Stroh wissen möchtest schreib uns doch einfach, wir freuen uns!


 

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